Montag, 7. November 2011

Skatepark Walmerod / Molsberg

Ende Oktober 2011 war das Wetter nochmal gut und halbwegs warm - da kann man auch nochmal das Skateboard auspacken und ein wenig rollen gehen.

Die Wahl fiel diesmal auf den Skatepark, welcher zwischen Walmerod und Molsberg liegt. 10 Minuten mit dem Auto fahren und ich bin da. Das ich das letzte Mal hier war ist auch schon ein ein bisschen her, daher hatte ich die Rampen nicht mehr so ganz genau in Erinnerung.

Es gibt zwei unterschiedliche hohe Quarterpipes, eine Spineramp, eine Funbox und ein flaches Grindrail. Alles gebaut von Concrete Rudolph. Der Bodenbelag ist feiner Teer, rollt sehr gut.

Kommen wir mal zur Beschreibung der Rampen - darum soll es hier ja gehen. Die sind alle aus Beton und zusätzlich noch gestrichen. Allesamt sind diese sehr smooth, d.h. es rollt echt gut. Sehr gut sind auch die Übergänge vom Flat in die Rampe. Alles Edelstahlplatten, welche sehr genau eingepasst sind. Von daher hat nur ein minimales "Geruckel", wenn man auf rauf oder von der Rampe runter fährt. Auch sehr gut.

Was nicht so gut ist, ist die Funbox. Das Grundlayout, zwei Banks mit Corner, zwei Quarter mit Corner, ist zwar voll ok bzw. sogar eigentlich sehr gut - aber die Funbox ist nach meinem Erachten für die Größe des Parks zu hoch (auch wenn es auf den Fotos nicht danach aussieht). Dadurch bedingt ist auch, dass zumindest die Quarters sehr steil sind und man auch ziemlich viel Schwung braucht, um oben auf oder über die Funbox zu kommen.


Die Spineramp ist auch ziemlich hoch geraten - und schmal. Also man bekäme schon genug Schwung, um rauf und rüber zu kommen. Aber mehr als ein paar simple Liptricks sind da nicht drin, weil eben zu schmal.

Das Grindrail ist hingegen ziemlich flach (ist auf den Fotos übrigens gar nicht zu sehen), steht aber leider auf einer abfallenden Fläche. Dadurch ist es recht schwer, die Geschwindigkeit bei der Anfahrt gut zu kontrollieren.

Die Quarterpipes sind ok. Durch den guten Belag kommt man bei beiden bis oben. Bei der höheren (der orangen) muss man aber schon ziemlich pushen , wenn man für einen Liptrick richtig Schwung braucht.

Insgesamt ist der Skatepark auch nicht sonderlich groß. Was eigentlich auch überhaupt nicht schlimm ist. Nur stehen dadurch die Rampen relativ eng, was in Anbetracht der Höhen dieser das Fahren nicht einfacher macht.

Letztendlich ist (fast) jeder Skatepark besser als keiner. Und man kann in dem in Walmerod / Molsberg auch ganz gut umher cruisen. Aber wer ernsthaft auf den Rampen tricksen will sollte schon halbwegs gut fahren und Erfahrung in ähnlichen Skateparks haben. Sonst ist das alles ein wenig zu hart. Anfänger werden auf den Rampen jedenfalls keinen wirklichen Spaß haben.

Fall der Park mal erneuert werden sollte noch ein Tipp an die Planer: manchmal ist weniger (in diesem Fall Höhe der Rampen) auch mehr...

Zum Abschluss noch zwei Fotos, die alle Rampen aber nicht das Grundrail zeigen. Beim  1. Foto stehe ich auf der blauen Quarter, beim 2. auf der orangen.



Sonntag, 6. November 2011

Sick Of It All "Nonstop" - Rezension & Rückblick

Sick Of It All wurde 1986 gegründet, also feiert man dieses Jahr das 25-jährige Bandjubiläum. Das schaffen nicht so viele Bands, und schon gar nicht aus dem Hardcore und Punkrock Umfeld.

Zusätzlich ist SOIA nach wie vor populär und beliebt. Seit über 20 Jahren ist SOIA die Band, die mit New York Hardcore gleichgesetzt wird. Dabei ist SOIA "everybody's darling", Lichtgestalt der Szene und Messlatte für andere (neue) Hardcorebands - und das durchweg und ausschließlich im positiven Sinne!

Aber nichts desto trotz ist es so, dass ich bisher keine CD von SOIA besessen habe. Ich hatte mal eine, die habe ich aber wieder verkauft. Grund: irgendwie kann ich aus irgendeinem Grund deren Musik nicht einfach so hören. Gleichzeitig ist aber SOIA die Band, die ich am häufigsten live gesehen habe. Mindestens 4x (vielleicht auch 5x? Ist teilweise lange her...). Und zwar 2008 und 2010 auf dem Mach1 Festival und mindestens zweimal Mitte der Neunziger des letzten Jahrhunderts.

Dabei ist mir das Konzert 1995 in der Zeche Karl in bester Erinnerung geblieben. Grund: Rückblickend war das eine Hardcore Supershow. Erste Vorgruppe waren die damals noch unbekannten H2O (wobei der Sänger Toby während der Show pausenlos Biohazard, damals eine ganz große Nummer, durch den Kakao gezogen hat), dann kam CIV (wer sie nicht kennt: ein weiteres Urgestein des NYHC) und dann der Headliner Sick Of It All. Hardcore de luxe, der Saal kocht non-stop. Ein guter Abend!

Aber ich schweife ab... Es geht ja eigentlich um die Ende Oktober 2011 erschienene SOIA CD "Nonstop". Die habe ich mir auch gekauft. Nicht, dass ich diese jetzt nur noch höre. Wahrscheinlich eher nicht. Aber ich denke, dass ist ein "must have" in der Plattensammlung des Hardcore-geneigten Menschen.

"Nonstop" enthält dabei keine neuen Tracks. Viel mehr ist es ein "Best of" Album, wobei alle Tracks neu aufgenommen wurden. Dadurch klingen die Songs alle frisch und sind in Teilen etwas schneller und härter, wie SOIA die Songs eben auch live performt. Insgesamt sind 21 Tracks auf dem Longplayer, aus allen "Epochen" der Band.

Fazit: Wer Hardcore hört, keine Allergie gegen NYHC hat und nicht eh' schon alle CDs von Sick Of It All besitzt, der sollte sich "Nonstop" zulegen.


Samstag, 5. November 2011

Bottle, WTForms und Datei-Uploads

Wer Webanwendung schreibt kommt wahrscheinlich auch irgendwann mal an den Punkt, wo dem Anwender die Möglichkeit gegeben wird, Dateien auf den Server hoch zuladen. Natürlich bietet mein derzeit favorisiertes WSGI-Framework Bottle auch Funktionen an, um dies zu realisieren. Ebenso bietet mein derzeit favorisiertes HTML Form Framework WTForms eine entsprechende Klasse an. Um die "Hochzeit" der beiden geht es in diesem Blogeintrag.

Letztendlich ist das alles kein großes Ding - die jeweiligen Dokumentationen (Link und Link) sind zwar kurz, aber aussagekräftig. Aber ich kann ja trotzdem ein paar Stolpersteine aus dem Weg räumen.

Dazu im folgenden eine kleine Beispielapplikation. Diese besteht aus drei Dateien:
  • myapp.py, welche die eigentliche Applikation ist
  • forms.py, welche die Definition der Formularklasse enthält
  • formtemplate.tpl, welche das Template für die Formulardarstellung enthält
Die Datei "forms.py" sieht dabei so aus:

# -*- coding: utf-8 -*-

import re
from wtforms import Form, FileField, TextField, SubmitField,\     validators

class AttachmentForm(Form):
    attachment = FileField(u'Datei',
        [validators.regexp(r'.+\.(jpg|pdf|png|docx|doc|txt)$',
        flags=2,
        message=u'Es sind nur Dateien mit der Endung jpg, pdf,\
        png, docx, doc und txt erlaubt!')])
    textfield = TextField(u'Bemerkung',
            [validators.Required(
             message=u'Es muss ein Text eingegeben werden!'),
             validators.Length(max=50,
             message=u'Der Text darf nicht länger als 50 Zeichen\
             sein.')])
    send = SubmitField(u'Senden')

    def validate_attachment(form, field):
        if field.data:
            field.data = re.sub(
                r'[^a-zA-Z0-9_.-]', '_', field.data)

Der Regex-Validator kann natürlich nach belieben geändert (oder weg gelassen) werden. Gleiches gilt für das Textfeld namens "textfield", welches hier jedoch verwendet wird, um später den Unterschied Formulardaten und Upload-Daten deutlich zu machen (siehe unten). Der Validator "validate_attachment" ist auch optional - aber hier durchaus sinnvoll. Es validiert nämlich nicht, sondern ersetzt einfach alle (Sonder-) Zeichen im Dateinamen, welche später Probleme machen könnten, durch einen Unterstrich.

Das Template "formtemplate.tpl" sieht so aus:

<html>
<head>
<title>Datei-Upload</title>
</head>
<body>
<h2>Datei-Upload</h2>
%if errors:
<p class="fehler">Die Eingabe enthält <a href="#fehler">Fehler</a></p>
%end
<form action="/upload" method="post" enctype="multipart/form-data">
<ul>
<li>{{!form.attachment.label()}}<br/> {{!form.attachment(size=75)}}</li>
<br/>
<li>{{!form.textfield.label()}}<br/> {{!form.textfield(size=50)}}</li>
</ul>
<p>{{!form.send()}}</p>
</form>
<p>Hinweis: Alle Zeichen im Dateinamen, welche nicht im Bereich a-z, A-Z, 0-9, _, - und . enthalten sind, werden durch einen Unterstrich _ ausgetauscht. Dies betrifft also auch die Zeichen ä, ö, ü und ß sowie das Leerzeichen.</p>
%if errors:
<p style="color: #ff0000;">Fehler:</p>
%for k,v in errors.iteritems():
<p>{{!form[k].label}}: {{!v[0]}}</p>
%end
%end
</body>
</html>

Auch hier gibt es nicht außergewöhnliches. Es gibt ein rudimentäres HTML-Gerüst, das Formular an sich inklusive Hinweistext und die Anzeige von Fehlern im Formular, sofern dieses Fehler hat.

Die Hauptdatei "myapp.py" sieht so aus:

#!/usr/bin/env python

import os
from bottle import route, template, request, run, debug
import forms

PATH = '/home/noisefloor/attachment'

@route('/upload')
@route('/upload', method='POST')
def upload():
    req = request.forms
    data = request.files.get('attachment')
    form = forms.AttachmentForm(req)
    try:
        form.attachment.data = data.filename
    except:
        form.attachment.data = None
    if not req or not form.validate():
        return template('formtemplate.tpl',
            form=form,errors=form.errors)
    else:
        raw = data.file.read()
        with open(os.path.join(PATH, data.filename),'wb') as f:
            f.write(raw)
        return u'Datei {0} gespeichert, Bemerkung: {1}'.format(
            data.filename, form.textfield.data)

if __name__ == '__main__':
    debug(True)
    run(reloader=True)

Ein paar Anmerkungen sind hier zu machen:

Bottle hält die Daten des Dateiuploads unter request.files vor, während die Formulardaten über request.forms abrufbar sind. Dabei ist zu beachten, dass auch der Dateiname der herauf geladenen Datei nicht in request.forms liegt, sondern in ebenfalls in request.files. Es ist in der Tat nur der eigentliche Name der Datei dort hinterlegt, ohne den (lokalen) Dateipfad, von der die Datei hoch geladen wurde.

Von daher ist auch die Zeile

form.attachment.data = data.filename

wichtig, da so der Dateiname in die Formulardaten geschrieben wird. Ohne diesen Schritt würde das Formular nie validieren, da "attachment" ein Pflichtfeld ist.

Werden die Formular- und Uploaddaten übermittelt und Validiert das Formular, dann wird die Datei lokal gespeichert. Wichtig ist hier, dass der Benutzer, unter dem die Anwendung läuft, auch Schreibrechte in dem entsprechenden Verzeichnis hat.

In einer realen Anwendung würde man die Zeile

raw = data.file.read()

vielleicht nicht alleine so verwenden, da der Upload von sehr großen Dateien zu Problemen wie z.B. einem komplett vollem RAM führen kann. Von daher wird in der Bottle-Dokumentation ebenfalls vor dieser Zeile gewarnt.

In der Beispielanwendung wird das Feld "textfield" nicht weiter verwendet. In einer realen Applikation würde man diese z.B. zusammen mit dem Dateinamen in einer Datenbank speichern.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Kombination von Bottle und WTForms auch für Dateiuploads nicht weiter schwierig, sofern man einige wenige Punkte beachtet.

Donnerstag, 3. November 2011

ZZ Top "A Tribute from Friends" - Rezension

Als ich letzthin so durch die CD-Regale eines WalMarts in den USA schlenderte viel mir diese CD auf: ZZ Top "A Tribute from Friends". Kleiner Preis von weniger als 10$ und noch hinreichend "Luft" auf der Kreditkarte - der Kauf ist besiegelt.

ZZ Top habe ich schon ganz ganz früher gehört. Die gehörten so ziemlich zu meinen ersten Platten, neben den frühen Alben von Queen. Gut, heute höre ich beides kaum noch. Aber so gepflegter Blues-Rock a la ZZ Top ist immer noch was feines.

Die CD ist wohl dieses Jahr 2011 erschienen und auch von den drei Jungs von ZZ Top produziert. Könnte natürlich auch eine von den "wir machen nochmal 'ne schnelle Mark auf unsere alten Tage" Nummer sein. Aber - Entwarnung - ist es nicht. Die CD ist gut!

Insgesamt sind 11 Tracks auf der CD, alles Cover-Versionen von ZZ Top Klassikern. Unter den Covernden sind durchaus namhafte Musiker vertreten wie z.B. Steven Tyler, Nickelback, Filter, Wyclef Jean oder auch Duff McKagan.

Musikalisch sind die meisten Tracks recht nah an den Originalen. Teilweise mit etwas modernerem Sound, teilweise mit leichten, individuellen Interpretationen. Aber alles gut zu hören, nichts ist entstellt oder verunstaltet. "Richtig" anders sind nur zwei der 11 Stücke: einmal das von Wyclef Jean, welches, wie auch nicht anders zu erwarten, Hip Hop lastig ist und die Coverversion von "Gimme all your lovin'", performt von Filter.

Letzteres, als der Track von Filter, ist mein absoluter Favorit. Hier gelingt das Kunststück, den Sound und Stil von Filter mit dem Song von ZZ Top so zu "mischen", dass beides voll erkennbar ist. Die Strophe ist eher ruhig und Elektro-lastig, die Refrain knallt dann so richtig. Sehr gut gemacht!

Die CD ist wohl auch in Deutschland erhältlich, jedenfalls hat Amazon sie im Programm. Wer ZZ Top mag oder generell ein Freund des gepflegten Blue Rock ist, dem kann der Kauf durchaus empfohlen werden.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Stecker rein - kein Sound im Ohr

Heute durfte ich meinen ersten echten Bug von Ubuntu im Zusammenspiel mit meiner Hardware (Lenovo R61) erleben: Wenn man Kopfhörer einsteckt hört man darauf nichts - egal, welche Lautstärke eingestellt ist. Entfernt man diese, kommt der Ton wieder normal aus den Lautsprechern.

Aber wie sagt man so schön: "Irgendwann ist immer das erste Mal" (und direkt 2,- Euro ins Phrasenschwein)

Ein Blick auf Launchpad verrät, dass ich nicht der einzige mit dem Problem bin (siehe Bug 868915, 830641 und 829843) sowie das der Bug nicht Lenovo-spezifisch ist. Im Bugreport 830641 wird empfohlen, ein neues Paket aus "ubuntu-audio-dev" zu installieren. Bringt aber (bei mir) genau gar nichts. Also habe ich das Paket direkt wieder deinstalliert.

Als gutes Mitglied der Community und genervt vom Bug beschließe ich darauf hin, auch einen Bugreport zu erstellen. Das geht - was mir bis dahin auch so nicht bewusst war - mit dem Terminalbefehl "ubuntu-bug audio" für Audioprobleme. Darauf hin startet apport, sammelt interaktiv Infos und startet Launchpad im Browser. Der Bugtracker in Launchpad hat mich dann freundlich darauf hingewiesen, dass es das Problem schon gäbe (Bug 876020) und ob mein Problem nicht das gleiche ist. Ist es auch.

Glücklicherweise wird dort auch die Lösung präsentiert, die auch ganz einfach umzusetzen ist: in der Datei /etc/modprobe.d/alsa-base.conf ist nur die folgende Zeile hinzuzufügen:

options snd-hda-intel model=generic

Danach neu booten und es funktioniert. Tight.

Außerdem ist der Sound jetzt, sowohl für Lautsprecher als auch Kopfhörer, in deutlich feineren Abstufungen einstellbar. Vorher (also ohne die Zeile in der Datei) war das ein wenig "holprig" und tendenziell zu leise, selbst bei einer Einstellung von 100% Lautstärke.

Samstag, 22. Oktober 2011

Upgrade auf Oneiric mit Umweg

Heute habe ich meinen privaten Laptop (Lenovo R61) auf Oneiric gehoben. Nachdem eine Neuinstallation auf dem anderen Laptop problemlos war lief es diesmal nicht ganz rund.

In diesem Fall sollte eine bestehende Natty-Installation via Dist-Upgrade auf Oneiric aktualisiert werde. Der Weg der Wahl war die Kommandozeile (wenn jetzt jemand fragt: "Warum Kommandozeile und nicht Aktualisierungsverwaltung?" lautet die Antwort "Weil ich a) gleichzeitig was für's Wiki von ubuntuusers.de testen wollte und b) theoretisch am Ende des gleiche raus kommt".)

Nun gut, alles vorbereitet und dann auf der Kommandozeile sudo do-release-upgrade aufgerufen - und los geht's. Aufgrund einer schmalbrüstigen DSL-Anbindung (dafür liegt das Dorf wo ich wohne aber landschaftlich sehr schön ;-) ) dauert der Download von rund 870 MB für das Upgrade ca. 2,5 Stunden. Nachdem dieser fertig ist wird alles entpackt mit der eigentlichen Installation der Pakete begonnen. Da das bekanntlich alles automatisch läuft sitzt ich auch nicht die ganze Zeit vor dem Rechner.

Irgendwann will ich aber mal den Status prüfen - der der Bildschirm bleibt dunkel. Der Computer macht zwar irgendwas, zu erkennen an der sporadisch blinkenden HD-Lampe und dem ebenfalls blinkenden WLAN-Symbol, aber regieren tut er nicht. Auch der Wechsel auf einen anderen Terminal ist nicht möglich. Nach ein wenig hin und her drücke ich schließlich den Power-Knopf. Da die bestehende Installation an sich nichts wichtiges enthält und alle Daten auf einer separaten Home-Partition sind, welche zusätzlich gebackupt ist, habe ich da auch kein größeres Problem mit.

Der Neustart funktioniert sogar, also wurde wohl bisher weder das GRUB2 Bootmenü neu geschrieben noch der neue Kernel installiert. Der Bootvorgang ist aber extrem langsam, was wahrscheinlich dem Mix aus alten und neuen Libs / Programmen geschuldet ist und bis zum Login-Bildschirm kommt ich auch nicht. Also muss der nächste Neustart her.

Diesmal wähle ich den "Recovery Modus", der auch ohne Probleme fix bis zum Shell-Prompt bootet. Die das Upgrade "nur noch" zu Ende geführt werden muss gebe ich dpkg --configure -a und es rennt weiter. Diesmal auch ohne Probleme und bis zum Schluss. Der folgende Neustart läuft durch und bringt mich zum neuen Login-Manager. Login ist kein Problem, Unity startet, alles da, alles drin. Glück gehabt? Vielleicht.

Woran es jetzt letztendlich lag, dass der erste Upgrade-Vorgang hängen geblieben ist - keine Ahnung. Ich vermute, dass entweder ein Neustart des X-Servers nicht funktioniert hat oder das Ausblenden des Bildschirms nach 5 min zwecks Energieeinsparung Probleme macht. Sicherheitshalber werde ich das wohl beim nächsten Mal zumindest für das Dist-Upgrade deaktivieren, so dass der Bildschirm immer da ist.

Noch eine kleine Anmerkung zum Upgrade: Zumindest bei mir wurden der alten Login-Manger gdm nicht automatisch entfernt. Ein apt-get purge gdm hat das nachträglich erledigt und keinerlei Probleme verursacht.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Ubuntu Oneiric 11.10 - der erste Kontakt

Heute morgen habe ich mir die aktuelle Ubuntu Version "Oneiric Ocelot" auf eine freie Partition auf meinem Arbeitslaptop installiert. Produktiv ist da Lucid drauf, Oneiric "nur aus Spaß". Das Update auf meinem privaten Laptop kommt vielleicht später.

Jetzt habe ich Oneiric ca. 1h genutzt, im folgenden der "First contact report".

Installation

Der erste Überraschung hatte ich bei der Installation: Ubuntu erkennt die Webcam des Lenovo T410 out of the box und bietet dann an, zusätzlich zu den einzugebenden Nutzerinformationen für den Login ein Foto zu schießen. Nettes Gimmick. Ok, nicht wirklich wichtig, aber trotzdem nett. Ansonsten hat sich beim Installer nicht viel geändert.

Die Installation ist dann so durchgelaufen und der Neustart wird eingefordert. Dummerweise hatte ich vergessen anzugeben, dass Oneiric den vorhanden Bootloader nicht überschreiben soll (oder es wurde nicht gefragt?) - egal, jetzt ist halt GRUB 2 drauf. Beim Booten kam dann nach dem GRUB2 Menü eine Fehlermeldung, dass ein "Sparse File" nicht stimmt (oder so ähnlich). Keine Ahnung, was das heißt. Da das System aber trotzdem ohne Probleme korrekt bootet, kann ich mich da auch später drum kümmern...

Softwarecenter

Da ich bei der Installation auch vergessen hatte, dass System auf Deutsch umzustellen, ist jetzt erst Mal alles komplett auf Englisch. No problem, aber auf Dauer ist Deutsch schon schöner. Daher nutzte ich nach dem Login direkt die Gelegenheit und öffne das Softwarecenter, welches neben der Kommandozeile mit apt-get die einzige Möglichkeit ist, Software nach der Standardinstallation zu installieren. Synaptic ist mit Oneiric nicht mehr auf der Platte, aptitude so wie so nicht mehr. Da ich das Softwarecenter vorher nicht genutzt habe also noch ein neues Erlebnis. Wenn das mal nicht in einer Reizüberflutung endet...

Erstes Fazit Softwarecenter: Ist ok. Relativ intuitiv zu bedienen. Wobei der Fokus wohl eher auf der Installation von Programmen liegt, weniger auf der von Libs. Letzteres geht zwar natürlich auch, aber es ist nach meinem Empfinden darauf ausgelegt, Programme für den Einsatzfall XYZ zu finden. Na ja, ist ja auch kein Wunder, wenn Canonical darüber auch Software verkaufen will. Jedenfalls sieht es im Moment aber so aus, dass ich Synaptic nicht nachinstallieren werden.

Unity & Optik

Kommen wir mal zum eigentlichen Punkt: Unity. Die große Spannung bei Oneiric war / ist ja: Was macht Canonical aus Unity? Probleme hatte ich auch mit Unity unter Natty keine (letztendlich ist die Desktop-Oberfläche auch nur Mittel zum Zweck ;-) ), aber ich muss sagen: Mit Oneiric sind einige Dinge besser bzw. runder. Augenfällige, riesige Änderungen gibt es in meinen Augen keine, vielmehr werden  viele Dinge, welche mit Unity unter Ubuntu 11.04 begonnen wurden, konsequent weiter geführt. Somit ist vieles "runder", "schöner" etc. Wobei ich jetzt hier noch nicht mal eine spezielle Sache herausheben kann (und will), sondern vielmehr finde, dass der Gesamteindruck stimmiger ist. Zumindest für mich.

Was schon praktisch ist, ist dass man zwischen den offenen Anwendungen per Tastenkombination ALT+TAB wechseln kann. Wobei: Wenn ich mich nicht völlige irre konnten das die frühen Windowsversion auch, bei der aktuellen weiß ich es nicht.

Sonstiges

Ansonsten habe ich bis jetzt nichts augenfällig Neues bemerkt. Oder doch: Nautilus sieht etwas anders aus. Habe ich aber noch nicht aktiv genutzt, daher kann ich hier nichts dazu sagen. Natürlich sind die vorinstallierten Programme aktualisiert, Details sind z.B. im Wiki von ubuntusers.de zu finden.

Fazit

Nun gut, für ein echtes Fazit ist es viel zu früh, aber ein Zwischenstand geht: Oneiric ist solide nutzbar, no drawbacks found yet. Jedenfalls werde ich meinen privaten Laptop auch bei nächster Gelegenheit auf Oneiric upgraden. Spricht nichts gegen.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Face to Face "Laugh now, laugh later" - Rezension

"Laugh now, laugh later" ist der erste Release von Face to Face seit 9 Jahren, erschienen im Mai 2011. Gut, die Band gab es davor auch ein paar Jahre nicht mehr.

Für alle, die Face to Face nicht kennen: Es ist eine Punkrock-Band aus Kalifornien. Spielen, typisch für West-Coast Punk, eher entspannt und sind dazu noch ein wenig poppig. Also kein wildes "Geschrabbel", sondern eher das Easy-Listening des Punkrocks.

Das vorletzte Album, "How to ruin everything" von 2002 gefällt mir bis heute sehr gut. Schön zu hören, positive Grundstimmung und trotzdem punkig. "Laugh now, laugh later" kann schon ziemlich gut daran anschließen, ist aber nach meinem Geschmack nicht ganz so gut. Vielleicht 90% Zielerreichnung oder so - was ja auch schon was ist.

Die ersten beiden Stücken gehen zwar ab, danach wird es aber stellenweise etwas ruhiger. Aber es ist immer punkrockig, Balladen oder so findet man nicht. Nun gut, die Zeit bleibt nicht stehen und musikalisch muss es ja auch weitergehen. Die Gesamtspielzeit beträgt 35 Minuten, was für diese Genre durchaus normal ist.

Anspieltipps von meiner Seiten sind die Tracks 1,2 und 9. Die ersten beiden gehen wie gesagt relativ straight nach vorne, letzterer ist sehr feiner Pop-Punk.

"Laugh now, laugh later" ist auf jeden Fall ein gutes, poppiges Punkrockalbum. Wer Face to Face von früher her mag braucht auch dieses Album. Wer sonst auf diese Musikrichtung steht sollte mal reinhören.

Feueralarm

Ich habe schon in oft in Hotels in diversen Ländern dieser Erde geschlafen. Letzte Nacht gab es aber ein Novum: Feueralarm! Zu nachtschlafender Zeit, nämlich um ziemlich genau 3 Uhr morgens.

Wer so was nicht kennt: Die Notbeleuchtung geht im Zimmer an und es kommt ein penetranter, recht lauter Piepston in regelmäßigen Intervallen. Also schnell ein paar Sachen geschnappt (Geld, Handy, Pass) und ein paar Dinge angezogen (Schuhe, Hose, Shirt) und ab nach draußen. Wie sich das gehört mit Ruhe und nicht in Panik.

Das ganze ging so wie so sehr ruhig ab - alle sind gegangen, kein Geschrei, kein Gerenne. Sehr gut.

Beim Rausgehen war aber schon was klar, dass es nicht brennt, sondern "nur" im Sprinklersystem irgendwo Überdruck ist, wohl bedingt durch den Stromausfall, welchen es am Abend vorher gab.

Na ja, nach 2 min kam die Polizei, nach ca. 5-6 min der Löschzug des AHFD (Arlington Heights Fire Department). Zwei Leute mit Atemschutz und einer ziemlich großem, martialischen Axt rein ins Hotel. Nach einer weiteren Minute stand fest, dass es wirklich nicht brennt.

Die Feuerwehr hat trotzdem das Hotel einmal gecheckt und irgendwas am Sprinklersystem gemacht. Nach ca. 25 min konnten wir dann auch wieder ins Zimmer.

Auch wenn's ein Fehlalarm war - danach habe ich nicht mehr sooo tief geschlafen. Aber immerhin war es Fehlalarm - besser als ein echtes Feuer.

Im folgenden nach ein paar "Impressionen". Leider ist die Bildqualität nicht so gut, weil mit Handy und nachts fotografiert...

Feuerwehrwagen des AHFD

2. Feuerwehrwagen des AHFD

Sonntag, 9. Oktober 2011

Warum ich Shotwell mag...

Wie vielleicht bekannt ist nutzte ich privat zu 99% Ubuntu, und dort am liebsten das Ubuntu ootb. Also auch die Standardprogramme.

In Bezug auf die Software zur Fotoverwaltung gab es unter Ubuntu des öfteren Änderungen. Am Anfang war gThumb an Bord, dann kam F-Spot und dann Shotwell, welches letztendlich mit Ubuntu 10.10 zum Standard wurde.

gThumb fand ich ok (und habe ich bis Maverick auch genutzt), F-Spot ging bei mir gar nicht. Zum einen fand ich die Bedienung schlecht, zum anderen - und viel schlimmer - ist F-Spot bei mir immer mal wieder abgestürzt. Das geht ja gar nicht!

Shotwell hingegen mag ich. Es bietet eine GUI, die genau das hergibt, was ich brauche und zu dem noch übersichtlich ist. Die Sortierung nach Aufnahmedatum und Tags ist echt praktisch.

Weiterhin finde ich die Funktion zur Autokorrektur super, weil sie für ca. 90% der zu korrigierenden Fotos ein gutes Ergebnis liefert. Und wenn's nicht passt: die manuellen Korrekturmöglichkeiten sind auch gut und auch für "Amateure" im Bereich der Bildkorrektur brauchbar (und ungefährlich - alles kann zurück gesetzt werden).

Sehr schön gelöst finde ich auch die Exportfunktion, mit der man ganz einfach Bilder beim Exportieren konvertieren und verkleinern kann. Und zu guter Letzt wird recht aktiv an Shotwell entwickelt.

Fazit: Weiter so! Ich mag Shotwell.