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Donnerstag, 12. September 2013

11 Tage China = 11 Tage ohne soziale Netzwerke

Neulich war ich mal wieder in beruflich in China. Das muss so das ca. 18-20 Mal gewesen sein. Was diesmal aber „auffällig“ war: es ist schon, sagen wir mal, ungewohnt, wenn man 11 Tage ohne soziale Netzwerke wie Google+, Facebook und Twitter auskommt (auskommen muss). Diese Seiten sind nämlich innerhalb Chinas nicht aufrufbar, jedenfalls aus keinem der Hotels, wo ich war.

Das Facebook & Co. in China geblockt werden mag ja schon länger so sein, diesmal ist es mir aber das erste Mal richtig aufgefallen. Was wohl eher daran liegt, dass ich bei der letzten Reise (Mitte 2012) besonders Google+ (und besonders die diversen Google+ Communities) noch wenig bis gar nicht genutzt habe.

Letztendlich ist es natürlich (für mich) nicht schlimm, dass die genannten sozialen Netzwerke nicht funktionieren - ich bin ja nicht drauf angewiesen. Aber ungewohnt ist es trotzdem, da es sonst halt „normal“ ist, dass ich ein- bis zweimal am Tag Google+ und Twitter abfrage.

Störend war dann schon eher, dass blogspot.com (die von Google betriebene Blogplattform) auch komplett geblockt ist - ich hätte schon gerne zwischendurch was gebloggt...

Interessant ist übrigens, dass Twitter via Andriod App und Datenroaming funktioniert, und zwar uneingeschränkt. Da Datenroaming im Ausland (und besonders in der Ländergruppe 3, zu der China gehört) bei T-Mobile mit 0,69 €/50 kB + 0,49 € Tag aber nur teuer ist, ist das sicherlich auch keine Option, um regelmäßig zu tweeten.

Na ja, was aber angenehm war, ist, dass 5-Sterne Hotels in China echt preiswert sind, zumindest außerhalb der ganz großen Städte wie Shanghai, Beijing, Guangzhou etc. („kleine” Städte haben in China übrigens immer noch ein paar Millionen Einwohner...). Im Schnitt haben wir für ein 5-Sterne Hotel so rund 70,- €/Nacht inkl. Frühstück bezahlt. Und 5-Sterne heißt hier nicht irgendwelche Fake-Sterne. Die Hotels sind alle auf internationalem Niveau. Gut, wenn man schon keine sozialen Netzwerke nutzen kann braucht man halt andere Annehmlichkeiten ;-)

Sonntag, 13. Mai 2012

Das harte Leben eines Fussgängers in China

Wenn man in einer chinesischen Stadt zu Fuß geht, hat man keine Rechte im Straßenverkehr. Das ist Fakt.

Wer denkt, die Autos würden an einem Zebrastreifen anhalten, wenn man diesen überquert, der liegt so was von falsch. Wer nicht sehr sorgfältig schaut, wird spätestens bei der 2. Straßenüberquerung gnadenlos um gefahren. Kommt mir jedenfalls so vor. ;-)

Auch grüne Fussgängerampeln sind kein Garant, dass man gefahrlos die Straße überqueren kann. Zum einem, weil Rechtsabbieger auch bei rot abbiegen dürfen, zum anderen, weil für viele Autofahrer die Beachtung der Lichtsignalanlagen optional zu sein scheint.

Aber: ich habe eine Taktik entwickelt, die eine sicher Überquerung von Straßen, auch großen Straßen in großen Städten wie Beijing, relativ sicher ermöglicht.

Diese sieht wie folgt aus:
  • Halte nach Einheimischen Ausschau, die auch die Straße überqueren wollen.
  • Wenn diese los gehen, gehe auch los.
  • Wichtig: Gehe bis zur Straßenmitte rechts vom Einheimischen und wechsle ab der Straßenmitte nach links. Grund: China hat wie wir Rechts-Verkehr, d.h. zuerst kommen die Autos von links, dann von rechts. Somit hat man immer jemanden zwischen sich und dem nahenden Auto laufen. Klingt hart, aber manchmal muss man auch nur an sich denken. ;-)
  • Sollte der Einheimische auf einmal anfangen, los zu laufen, laufe auch. Nicht lange denken, machen. Gleiches gilt, wenn für das Stehen bleiben.
Jedenfalls bin ich damit in China gut gefahren äh.. gelaufen. :-)

Donnerstag, 3. Mai 2012

Taxifahrt und Laufen in Shanghai

Wer reist, der erlebt immer was. So ich auch heute bei einer Taxifahrt in Schanghai, von der Endstation der Maglev (=Transrapid) zum Hotel.

Wie immer habe ich ein Taxi genommen. Für alle, die noch nie in China waren: Taxifahren ist hier ok. Fast alle Taxis sind in einem guten Zustand, als keine klapprigen alten Karren (was z.B. in Indien schon mal der Fall sein kann). Na ja, jedenfalls steige ich in ein handelsübliches Taxi ein, mache dem Fahrer klar, wo ich hin will und er fährt los.

Die Fahrt war soweit auch ok, nur dass der Fahrer nach ein paar Kilometern Fahrt drei oder vier Mal den Motor abgewürgt hat (hörte und fühlte sich zumindest so an). Bis dann beim vierten Mal das Auto partout nicht mehr anspringen wollte. Der Taxifahrer hatte dann zwar wie wild am Schaltknüppel rumgerudert und immer wieder probiert zu starten - das passierte aber gar nichts.

Glücklicherweise war die Stelle, wo wir liegen geblieben waren, aber nur ca. 100 m vom Hotel entfernt. Also bin ich den Rest gelaufen. Immerhin war es dem Fahrer sichtlich peinlich, dass das Auto schlapp gemacht hat. Aber so ist das nun mal. Besser so was passiert Mitten in der Stadt als irgendwo auf dem Land...

Dienstag, 6. März 2012

Autofahren abgeschaut in anderen Ländern - Indien

Wenn man im Ausland unterwegs ist sieht man viele Dinge, die anders sind als bei uns (in Deutschland). Mal besser, mal schlechter. Aber man kann sich natürlich auch Anregungen holen, um Sachen dann zu Hause zu optimieren.

Diverse Fahrten mit Autos in Indien haben zwei Punkte deutlich aufgezeigt, die wir in Deutschland auch in die Straßenverkehrsordnung aufnehmen sollten.

1) Nutze extensive die Hupe und Lichthupe! Innerorts tendenziell mehr als außerorts.
Gut, ist nach aktueller Rechtslage in Deutschland in vielen Fällen Nötigung. Aber es macht doch vieles so viel besser! Der vor einem fahrende weiß, dass man von hinten kommt und schneller ist. Und vorbei will (rechts oder links, geht zumindest in Indien beides). Besonders die Kombination aus Lichthupe und Hupe ist ein opto-akustisches Warnsignal, was kaum zu ignorieren ist.
Ansonsten sollte man so wie so die Hupe viel öfter benutzen, z.B. wenn man abbiegen will und dem Fahrzeug auf der Vorfahrsstraße so mitteilt, dass man jetzt rein zieht. Vorfahrt hin oder her.

2) Nutze die volle Breite der Straße!
Weiße Striche auf der Straße sind ja ganz nett, der sonst eintönig grau-schwarze Asphalt wird dadurch aufgehübscht. Aber dazwischen Fahren ist eine unnötige Beschränkungen. Wenn vier Autos auf zwei Spuren nebeneinander passen, dann sollte man das auch machen. Die Breite der Straße wird so maximal ausgenutzt. Oder, falls sich doch mal ein Stau ergeben sollte, dann wird dieser automatisch kürzer, weil ja mehr Autos nebeneinander stehen können.
Übrigens: Um die maximale Autodichte zu erhalten ist es weiterhin sehr sinnvoll, die Außenspiegel einzuklappen oder direkt ganz zu entfernen. So kann man noch näher an das Auto neben einem heran.

So weit, so gut. Arbeiten wir an der Umsetzung.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Feueralarm

Ich habe schon in oft in Hotels in diversen Ländern dieser Erde geschlafen. Letzte Nacht gab es aber ein Novum: Feueralarm! Zu nachtschlafender Zeit, nämlich um ziemlich genau 3 Uhr morgens.

Wer so was nicht kennt: Die Notbeleuchtung geht im Zimmer an und es kommt ein penetranter, recht lauter Piepston in regelmäßigen Intervallen. Also schnell ein paar Sachen geschnappt (Geld, Handy, Pass) und ein paar Dinge angezogen (Schuhe, Hose, Shirt) und ab nach draußen. Wie sich das gehört mit Ruhe und nicht in Panik.

Das ganze ging so wie so sehr ruhig ab - alle sind gegangen, kein Geschrei, kein Gerenne. Sehr gut.

Beim Rausgehen war aber schon was klar, dass es nicht brennt, sondern "nur" im Sprinklersystem irgendwo Überdruck ist, wohl bedingt durch den Stromausfall, welchen es am Abend vorher gab.

Na ja, nach 2 min kam die Polizei, nach ca. 5-6 min der Löschzug des AHFD (Arlington Heights Fire Department). Zwei Leute mit Atemschutz und einer ziemlich großem, martialischen Axt rein ins Hotel. Nach einer weiteren Minute stand fest, dass es wirklich nicht brennt.

Die Feuerwehr hat trotzdem das Hotel einmal gecheckt und irgendwas am Sprinklersystem gemacht. Nach ca. 25 min konnten wir dann auch wieder ins Zimmer.

Auch wenn's ein Fehlalarm war - danach habe ich nicht mehr sooo tief geschlafen. Aber immerhin war es Fehlalarm - besser als ein echtes Feuer.

Im folgenden nach ein paar "Impressionen". Leider ist die Bildqualität nicht so gut, weil mit Handy und nachts fotografiert...

Feuerwehrwagen des AHFD

2. Feuerwehrwagen des AHFD