Donnerstag, 30. Oktober 2014

Erst Upgrade, dann Neuinstallation - von Ubuntu 12.04 nach 14.04

Letztes Wochenende war es soweit: das Update von Ubuntu 12.04 auf 14.04 stand auf dem Laptop an, den ich beruflich nutze (ein Lenovo T410). Die Prozedur ist ja nicht weiter schwierig und z.B. auch im Wiki von ubuntuusers.de beschrieben.

Dank schnellem Internetzugang ging das ganze auch recht zügig von statten und das Upgrade lief problemlos und fehlerfrei durch.

Nach dem Reboot lief auch alles rund, also alles gut. Dachte ich zumindest. Beim ersten Starten von Empathy unter Trusty war die Darstellung der Chats auf die Standardansicht zurückgesetzt, besser gefällt mir aber eine andere die Darstellung.

Kein Problem, kann man ja umstellen. Nur: im Empathy-Fenster fehlte das komplette Menü "Empathy", welches auch den Menüpunkt "Einstellungen" enthält. Da ich auf meinem privaten Laptop aber schon länger Ubuntu 14.04 installiert habe war ich mir sehr sicher, dass das Menü normalerweise da ist. Hm...

Nun, es gibt schlimmeres, von daher erst Mal weiter gemacht. Aber dieses Phänomen wollte dann später doch untersucht werden. Also mal testweise den Editor "gedit" gestartet. Alle Menüpunkte vorhanden, aber im Menü "Bearbeiten" fehlte auch hier der Punkt "Einstellungen". Das gleiche auch in Rhythmbox - der Menüpunkt zum erreichen der Einstellungen fehlt ebenfalls.

Da mir so gar nicht danach war, diesen Fehler in den Untiefen des Systems zu suchen, habe ich kurzerhand die Installations-DVD heruntergeladen, die wenigen Daten, die noch nicht gesichert waren, gesichert und dann Ubuntu 14.04 neu installiert.

Das lief - wie nicht anders zu erwarten - problemlos und das neue System war jetzt wirklich einsatzbereit. Inklusive der Einstellungs-Menüs, die sind jetzt wieder vorhanden.

Die Neuinstallation ist für mich übrigens nicht weiter tragisch, da ich auf dem beruflich genutzten Laptop quasi ein "Vanilla-Ubuntu" (=keine Anpassungen) nutze. Ich habe zusätzlich nur ein paar Pakete aus den offiziellen Quellen (Apache, MySQL, CouchDB) und ein paar Python-Module installiert, sonst nichts. Und die Dateien im persönlichen Ordner (Musik, Code, Bilder, Dokumente für die Arbeit) werden so wie so regelmäßig gesichert.

Wer das gleiche Problem auch schon hatten und eine Lösung ohne Neuinstallation kennt, der kann dies gerne als Kommentar zu diesem Blogbeitrag posten.

Samstag, 18. Oktober 2014

Python: ListFlowables in ReportLab

ReportLab ist die wohl leistungsfähigste Bibliothek für Python, wenn es um das Erzeugen von PDF-Dateien geht. Von High-Level Zugriffen via Platypus (=Page Layout and Typography Using Scripts) bis zu Low-Level mit direktem Zugriff auf den Canvas bietet ReportLab alles.

Allerdings hat es doch bis zu ReportLab Version 2.6 (erschienen im Oktober 2012) gedauert, bis das direkte Erzeugen von nummerierten und unnummerierten Listen möglich war. Dies war zwar vorher prinzipiell auch möglich, aber nur über Umwege (z.B. bei unnummerierten Listen durch das manuelle hinzufügen eines Bullet Points vor dem Text).

Mit dem seit ReportLab 2.6 vorhandenen Flowable namens "ListFlowable" geht das aber wesentlich einfacher.

Neulich, bei der Überarbeitung eines meiner älteren Python-Skripte, welches auch ReportLab einsetzt, habe ich auch auf diese Flowable umgestellt.

Da die Doku von ReportLab zu diesem Thema - leider - etwas dünn ist, habe ich hier in diesem Blogebeitrag mal ein paar Sachen dazu aufgeschrieben.

Grundsätzlich ist die Sache recht simpel. Nach dem Import der benötigten Module erstellt man ein ListFlowable, welches die Punkte der Liste als ListItems enthält. Der Quelltext für eine Liste mit drei Punkten sieht so aus:

from reportlab.lib.styles import getSampleStyleSheet
from reportlab.lib.pagesizes import A4
from reportlab.platypus import Paragraph, SimpleDocTemplate, ListFlowable, \
                               ListItem

styles = getSampleStyleSheet()
style = styles['Normal']
story = []

t1 = ListFlowable([ListItem(Paragraph('foo', style)),
                   ListItem(Paragraph('bar', style)),
                   ListItem(Paragraph('spamegg', style))])
story.append(t1)
doc = SimpleDocTemplate('testdoc.pdf', size=A4)
doc.build(story)

So wird eine nummerierte Liste erzeugt, der Standard des ListFlowables, wenn keine weiteren Vorgaben gemacht werden.

Möchte man eine unnummerierte Liste erzeugen, muss dem ListFlowable das Argument bulletType und start mitgegeben werden:

t1 = ListFlowable([ListItem(Paragraph('foo', style)),
                   ListItem(Paragraph('bar', style)),
                   ListItem(Paragraph('spamegg', style))],
                   bulletType='bullet',
                   start='circle')

Möchte man statt Kreisen als Bullet Points z.B. Quadrate haben, dann ersetzt man einfach start='circle' durch start='square'.

Wer aus den obigen Beispielen ein PDF generiert wird feststellen, dass sowohl die Zahl als auch die Bullet Points ziemlich groß sind, größer als der Text, formatiert mit dem Beispiel-Stylesheet aus ReportLab. Fügt man noch das Argument bulletFontSize hinzu, gefolgt von der gewünschten Schriftgröße (also z.B. bulletFontSize=8), dann werden Schrift bzw. Bullet Points in der angegebenen Schriftgröße dargestellt.
Alternativ kann man für unnummerierten Listen auch folgendes angeben: start='bulletchar'. Dann wird als Zeichen standardmäßig ein kleiner Punkt (HTML: ·) verwendet.

Bei nummerierten Listen kann aber ReportLab aber nicht nur mit "normalen" Zahlen zählen, sondern auch:
bulletType='i' # römische Zahlen
bulletType='a' # Zählung: a, b , c, ...
bulletType='A' # Zählung: A, B, C, ...

Mit dem Argument start kann  man den Beginn der Zählung bei nummerierten Listen den Beginn der Zahlung festlegen. bulletType='A', start='10' würde z..B. die Zählung der Liste bei J starten lassen.

Weiterhin werden standardmäßig alle Listen linksbündig ausgerichtet. Möchte man die Listen gegenüber dem Text etwas einrücken, dann muss man die für die Aufzählungszeichen und den zugehörigen Text separat machen, wie z.B.:

p1 = Paragraph('etwas Text', style)
t1 = ListFlowable([ListItem(Paragraph('foo', style), leftIndent=25),
                   ListItem(Paragraph('bar', style), leftIndent=25),
                   ListItem(Paragraph('spamegg', style),leftIndent=25)],
                   bulletType='bullet',
                   start='bulletchar',
                   leftIdent=10)
story.append(p1)
story.append(t1)
story.append(p1)

Und das ListFlowable kann natürlich auch verschachtelt werden, für verschachtelte Liste. Eine Liste mit zwei Ebenen sieht z.B. so aus:

t1 = ListFlowable([ListItem(Paragraph('foo', style)),
                   ListItem(Paragraph('bar', style)),
                   ListFlowable([ListItem(Paragraph('spam', style)),
                                 ListItem(Paragraph('egg', style))],
                                 bulletType='a'),
                   ListItem(Paragraph('more', style))])

Ein paar weiter Tipps zum ListFlowable und dessen Formatierungsmöglichkeiten gibt es auch in einem Thread bei stackoverflow.

Dienstag, 29. Juli 2014

Bob Mould "Beauty & Ruin" - Rezension

Am 3.6.2014 war es mal wieder so weit: Bob Mould, legendärer Frontmann von Hüsker Dü, hat sein 13. Studioalbum namens "Beauty & Ruin" veröffentlicht.

Darauf enthalten sind 12 Tracks mit einer Gesamtspielzeit von 36 Minuten. Nach dem letzten, sehr guten Release "Silverage" aus dem Jahr 2012 ist es spannend zu sehen, ob Bob Mould nochmals so ein fulminantes Album abliefern kann.

Der erste, spontante Eindruck meinerseits beim 1. Lied: "Hm, klingt ja wie Sugar" (was ja keineswegs schlecht ist). Musikalisch schwankt das ganze Album dann immer zwischen Bob Mould und Sugar, wobei auf dem Album auch zwei, drei ruhiger Stücken enthalten sind.

Insgesamt ist das alles aber sehr gut zu hören und auch das ganze Album ist in sich sehr "rund". Aber: das Album hinterlässt keine bleibenden Erinnerung. Weder positiv noch negativ. Während bei "Siverage" eine Vielzahl der Lieder im Ohr bleiben, ist dies bei "Beauty & Ruin" nicht so.

Nichts desto trotz macht jeder neue Hördurchgang Spaß und langweilig wird's auch nicht. Nur die Nachhaltigkeit fehlt. Von daher ein sehr gutes und solides Album von Bob Mould, was absolut hörenswert ist. Aber auch kein echtes Highlight.

Sonntag, 29. Juni 2014

Mair 1 Festival 2014 2. Tag - Risk it!, Comeback Kid, Hatebreed

28.6.2104, 2. Tag des Mair 1 Festivals 2014. Nachdem der 1. Tag schon ziemlich gut war, waren die Gründe für den Besuch am 2. Tag die anstehenden Auftritte der Bands Risk it!, Comeback Kid und Hatebreed.

Leider war an diesem Tag das Wetter schlechter, es gab mehr Regenschauern. Immerhin war es trocken, als ich gegen 20.30 Uhr auf dem Festivalgelände ankam. Auf der Hauptbühne waren gerade Silverstein zu Gange. Tendenziell ruhigerer Post-Hardcore, gut vorgetragen - aber nicht wirklich mein Fall.

Kurz nach 21 Uhr legten dann auch einer kleinen Bühnen am anderen Ende des Festivalgeländes Risk it! los. Eine deutsch Hardcore Band aus Dresden, welche "klassischen" Hardcore spielen. Jedenfalls habe die fünf eine sehr gute Show hingelegt, mit Energie und Überzeugung gespielt. Ein guter Einstieg in den Abend. Aber ich habe die Show (leider) nicht zu Ende schauen können, weil gegen 21.45 Uhr Comeback Kid auf der Nebenbühne spielten.

Comeback Kid habe ich zum ersten Mal vor 6 oder 7 Jahren auf dem Mair 1 gesehen. Heute, ein paar Jahre und Alben später, haben die fünf Kanadier immer noch reichlich "Bums". Besonders der Frontmann hat unglaublich viel Energie, stürmte die ganze Show kreuz und quer über die Bühne und sang (oder schrie...) sich die Seele aus dem Leib. Kein Wunder, dass der Funke ziemlich schnell auf das Publikum übersprang und die Menge in Bewegung kam.
Alles in allem ein sehr gut, energiegeladene Hardcore-Show. Sehr schön!

Den Abschluss des Mair 1 2014 machten dann Hatebreed, welche 2012 schon Headliner waren. Die Band gehört ja zu den "ganz großen" der Hardcore Szene. Ohne großes Intro und viel Schnick-Schnack ging's dann los. Das Publikum war sofort dabei und Frontmann Jamey Jasta hat dabei auch durchaus Entertainer-Qualitäten und weiß, wie man das Publikum mit nimmt. Was, gepaart mit der Bühnenpräsenz der Band, zu einer entsprechend guten Stimmung im Publikum sorgt.
Nur leider fing es um kurz nach 23 Uhr, nach den ersten paar Songs von Hatebreed, ziemlich an zu regnen. Was der Stimmung zwar keinen Abbruch tat, mich aber dazu bewog, dann doch schon gegen 23.30 Uhr die Segel zu streichen und Hatebreed nicht noch ganz zu Ende zu schauen.

Unterm Strich auch das Mair 1 2014 ein super Festival. Ein sehr gutes Line-Up mit einigen "großen" Namen aus der Hardcore Szene, entspannte Atmosphäre und sehr gute Organisation. Wenn das Line-Up stimmt komme ich auch 2015 gerne wieder.

Samstag, 28. Juni 2014

Mair 1 Festival 2014 1. Tag - Walls of Jericho & Ignite

Am 27./28.6.2014 war es wieder soweit: das Mair 1 Festival fand, wie in den Jahren zuvor auch, auf dem Flugfeld von Montabaur statt. Traditionell ist das Festival Hardcore und Punk Rock lastig, wobei dieses Jahr viel mehr Hardcore als  Punk am Start war. Und auch dieses Jahr waren wieder ein paar hochkarätige Bands des Genres vertreten.

Während letztes Jahr netter Weise alle Bands, die ich sehen wollte, an einem Tag gespielt hatten, verteilte es sich diese Jahr auf zwei Tage.

Am Freitag, 27.6.2014 waren Walls of Jericho und danach Ignite am Start. Besonders auf WoJ war ich gespannt. Gegen 19.20 Uhr war ich vor Ort, da hatten gerade die mir bis dato unbekannten Skindred mit ihrem Set begonnen. Erster Eindruck: 20 Jahre zu spät. Diese Mischung aus Reggae und Metal war doch in den 90ern "in". Skindred 1998 wurden übrigens gegründet, passt also doch ;-) . Musikalisch nicht ganz mein Fall, aber durchaus gefällig anzuschauen. Wobei man sagen muss, dass es die Band bzw. besonders der Frontmann es sehr gut geschafft hat, das Publikum "mitzunehmen". Von daher war die Stimmung gut. Nur das Ende kam ein bisschen abrupt, scheinbar aufgrund eines technischen Problems des DJs vor dem letzten Song.

Danach kamen Walls of Jericho auf die kleinere Bühne. Und gaben von der ersten bis zur letzten Minute Vollgas. 110% Energie, top Bühnenpräsenz und absolut mitreißend. Somit war das Publikum auch direkt dabei und ab dem 3. oder 4. Song lief auch der Circle Pit.
Erstaunlich finde ich immer wieder, mit wie viel Power die Frontfrau Candace Kucsulain singen bzw. growlen kann. Und das, obwohl sie beim Sprechen eine ganz normale, weibliche Stimme hat.
Jedenfalls ein superguter Auftritt. Eine der besten Hardcore Shows, die ich bisher gesehen habe. Sehr geil!

Direkt nach Walls of Jericho waren dann Ignite auf der Hauptbühne an der Reihe. Melodischer Hardcore mit leichtem Emo-Touch, also ab und an auch mal etwas "dunkler" / depressiver. Im direkt Vergleich zu WoJ vorher wirkten Ignite ein bisschen "weich", aber die Show war trotzdem sehr gut. Ein gute Mischung aus neueren und älteren Songs, mal schneller, mal langsamer.  Auch hier war das Publikum direkt dabei und so war es eine kurzweilige, gut anzuschauende und anzuhörende Show. Sehr schön.

Nun war eigentlich Schluss für mich für heute, zumal ich noch auf einer Geburtsfeier eingeladen war. Der nächste Act war "Bam Margera as the Fuckface Unstoppable". Bam Margera ist von "Jackass" bekannt, die Band war zumindest mir bis dato ebenfalls völlig unbekannt. Also habe ich mir noch die ersten 1,5 Songs angehört. Nach einem sehr obskuren Opening ging's dann los. Klingt irgendwie nach einer Mischung aus Hardrock und Stoner Rock, hörte sich jedenfalls ganz gefällig an.

Jedenfalls hatte sich der Besuch am 1. Tag schon alleine wegen der Show von Walls of Jericho gelohnt. Am 2. Tag geht's dann weiter im Risk it!, Comeback Kid und Hatebreed.

Blogbeitrag zum Besuch des 2. Tags des Festivals: Link

Montag, 19. Mai 2014

Me First and the Gimme Gimmes - Are We Not Men? We are Diva!

Vor ein paar Tagen, also Mitte Mai 2014, ist das neue Album der Me First and the Gimme Gimmes mit dem Titel "Are We Not Men? We Are Diva!", das achte Album der Punk-Rock Allstar Band, erschienen.

Wer Me First and the Gimme Gimmes nicht kennen sollten: Die Band ist ein Nebenprojekt von Musikern der Bands NoFX, Lagwagon, Swingin' Utters und Foo Fighters und bezeichnet selbst ganz bescheiden als "The best coverband of the world". Die Band spielt ausschließlich Coversongs von zumeist sehr bekannten Poptitel - und das ganze im Punkrock-Stil.

Jedes Album der Band greift dabei ein bestimmtes Thema auf. Wie der Titel der neuen Platte "Are We Not Men? We Are Diva!" unschwer erahnen lässt, werden hier ausschließlich Titel von Pop-Diven gecovert. Und zwar von den ganz großen wie z.B. Whitney Houston, Celine Dion, Mariah Carry und interessanter Weise auch Boy Georg.

Und, wie man auch schon auf allen anderen Platten der Gimme Gimmes hören konnte: covern können die, und das richtig gut. Zwar werden alle Lieder mit mindestens doppeltem Tempo und punkrockiger Gitarre gespielt, aber alle Songs sind problemlos wieder zuerkennen. Dazu trägt auch sicherlich der sehr gute und klare Gesang von Sänger Spike Slawson bei.

Im Vergleich zu den letzten Veröffentlichungen der Band ist diese Platte etwas pop-punkiger ausgefallen, was der Sache aber keine Abbruch tut. Die Cover der Stücke "My heart will go one" und "Crazy for you" sind dabei sogar noch deutlich ruhiger als die anderen.

Nichts desto trotz ist auch "Are We Not Men? We Are Diva?" eine absolut gelungen Scheibe und eine absolute Empfehlung.
In Sache gut-hörbare und nachhaltig gute Punk-Cover von Pop-Songs sind Me First and the Gimme Gimmes nun mal die absolute Spitze. Und dies zeigen sie auch auf ihrer neusten Veröffentlichung.

Dienstag, 5. November 2013

Bad Religion "Christmas Songs"

Vor ein paar Tagen ist das neue Bad Religion Album "Christmas Songs" erschienen, dass 17. Studioalbum der Band.

Wer der Name schon stark vermuten lässt handelt es sich dabei um Weihnachtslieder, welche Bad Relgion covert. Insgesamt umfasst das Album neuen Tracks mit einer Spielzeit von ca. 20 min. Der 9. Track ist allerdings kein Weihnachtslied, sondern ein Mix des Songs "American Jesus", welches im Original auf "Recipe for hate" enthalten war.

Zu den Weihnachtsliedern: Dies sind naheliegender Weise alles amerikanische Songs, welche ich zumindest nur in Teilen kenne. Das bekannteste Lied ist wohl "White Christmas", gefolgt von "Little Drummer Boy". Auch wird die Englisch Version von "Hört der Engel helle Lieder" zum besten gegeben.
 Musikalisch ist es halt... ja, Punkrock a la Bad Religion mit Weihnachtlieder Texten.

insgesamt recht gefällig, aber kein echter Knaller. Covern ist vielleicht doch nicht stärke von Bad Religion. Das können Me First and the Gimme Gimmes deutlich besser. Die haben allerdings noch keine Platte mit Weihnachtsliedern gemacht...

Dienstag, 29. Oktober 2013

10 Tage Ubuntu Saucy Salamander - das 1. Fazit

Vor 10 Tagen, am 19.10.2013, habe ich meinem privaten Laptop (Lenovo R61) per Upgrade von Ubuntu 13.04 auf den aktuellen Release 13.10 "Saucy Salamander" aktualisiert.

Das Upgrade hatte ich via Aktualisierungsverwaltung angestoßen, durchgelaufen ist es ohne Probleme. Der ersten Bootvorgang lief auch reibungslos durch, genauso wie der Login.

Optisch sind die Änderung ja reichlich unspektakulär, sprich Saucy sieht Raring ziemlich ähnlich. In Sachen Nutzung ist auch erst Mal alles beim alten geblieben, jedenfalls ist mir nichts aufgefallen bei meiner "täglichen" Arbeit.

Gut, ganz problemlos war das Upgrade aber dann doch nicht. Über das Problem der nicht-automatischen Datenbankmigration von CouchDB hatte ich bereits geschrieben. Dies betrifft aber unter Strich nur die "Randgruppe" der CouchDB Nutzer.

Das größere Problem war, dass Unity anscheinend dachte, mein Laptop hätte ein amerikanisches Tastaturlayout, jedenfalls erschienen bei der Suche via Dash etc. die Zeichen nach dieser Tastaturbelegung. Eingestellt ist aber Deutsch und dieses wurde in der Systemsteuerung auch so angezeigt. Beim Login via Terminal 1 bis 6, also ohne GUI, stimmt das Tastaturlayout übrigens interessanter Weise. Abhilfe bracht, unter "Systemeinstellungen -> Sprache" den Punkt "System der Tastatureingabemethode" von "Standard" auf "Keine" umzustellen. Seitdem ist alles so, wie es sein soll.

Das zweite Problem verflüchtigte sich auch schnell: Der Laptop spielte Musik ganz normal ab, aber beim Einstöpseln von Kopfhörern blieben diese stumm, obwohl das Einstöpseln korrekt erkannt wurde. Nachdem ich eine Supportanfrage im Forum von ubuntuusers.de gestartet hatte, hatte sich das Problem aber dann erledigt. Wobei ich nichts gemacht hatte, außer einmal auf der Konsole den ALSA-Mixer zu starten. Ob das jetzt wirklich die Lösung war oder ob das System nur eine Hardware-Schluckauf hatte - keine Ahnung. Na ja, Hauptsache läuft.

Tja, und der Rest... der läuft halt so, wie es sein soll. Keinerlei Probleme mit Empathy, Shotwell oder Rhythmbox. Wobei ich das Beladen eines iPod Mini 3rd Generation mit MP3s via Rhythmbox noch nicht getestet habe. Unter Raring stürzte das Programm dabei nämlich reproduzierbar ab.

Erstes Fazit zum Upgrade auf Saucy: läuft problemlos, die kleineren Wehwehchen waren schnell behoben. Großer Änderungen gab's keine, jedenfalls keine auf dem Desktopsystem erkennbaren. Die Stabilität ist bei mir so, wie sie sein soll: stabil, keinerlei Abstürze, Crashs etc. Apport hat sich jedenfalls noch nicht gemeldet.

Saucy werde ich jetzt bis zum kommenden Release von 14.04 LTS "Trusty Tar" nutzen. Mal sehen, was das so bringt.

Motörhead "Aftershock" - das neue Album

Am 21.10.2013 war es mal wieder so weit: "Aftershock", das neue Album von Motörhead ist erschienen. Dies ist das 21. Album in der jetzt 38-jährigen Bandgeschichte.

Dafür muss man schon sagen - egal, wie man zu Motörhead steht - Respekt. Das schaffen nur wenige Bands. Bedenkt man noch, dass Lemmy dieses Jahr an Heilig Abend 68 Jahre alt wird und auch die anderen beiden Bandmitglieder über 50 Jahre alt sind muss man wohl nochmals sagen: Respekt. In diesem Alter schleppen sich andere mit Mühe und Not noch in den Musikantenstadl während die drei Motörheads noch agil vor sich hin rocken.

Motörhead erfreuen sich ja in mehreren "Musikkreisen" einer gewissen Popularität. Die Gruppe wird oft dem Heavy Metal zugerechnet, obwohl sie musikalisch damit nach meinem Empfinden am wenigsten zu tun haben. Motörhead ist erst Mal Rock'n'Roll der härteren Gangart, ein bisschen Hardrock, ein bisschen Punkrock und - na gut - ganz wenig Heavy Metal.

Zum Album: Das Album Aftershock ist eigentlich so, wie man es erwartet - und das ist gut so. Wo Motörhead drauf steht ist halt auch Motörhead drin, so muss das sein. Insgesamt 14 Tracks, zwei davon etwas langsamer und ruhiger, der Rest rockt. Mein persönlicher Favorit ist dabei der vierte Track "End of Time ", wo sich die Band besonders spielfreudig zeigt. Insgesamt gehört das Album nach meinem Geschmack zum oberen Drittel der Motörhead-Platten, jedenfalls der mir bekannten.

Also wer Motörhead mag, der kann hier auf jeden Fall bedenkenlos zugreifen. Und wer noch kein Album der Band hat aber doch mal eins kaufen möchte, dem kann Aftershock auch nahe gelegt werden.

Samstag, 19. Oktober 2013

Probleme mit CouchDB nach Upgrade auf Ubuntu 13.10

Gestern habe ich meinen Rechner von Ubuntu 13.04 auf 13.10 aktualisiert. Das hat auch soweit ohne Probleme geklappt (und dazu gibt's noch einen separaten Blogeintrag).

Auf dem Rechner ist auch CouchDB installiert, welches ich für die Speicherung von eine paar Daten einsetzen. Im Zuge des Upgrades wurde dann auch CouchDB von Version 1.2 auf 1.4 aktualisiert.

Erste Auffälligkeit nach dem 1. Booten von Ubuntu 13.10: Im Anmeldebildschirm erscheint ein Nutzer namens "CouchDB Administrator". Einloggen kann ich mich da aber nicht (was vielleicht daran liegt, dass ich CouchDB im "Admin-Party" Modus betreibe?).

Normal eingeloggt wurden dann Futon, die HTML-basierte GUI von CouchDB aufgerufen. Nächste Auffälligkeit: Die Datenbank wurde offensichtlich nicht auf automatisch auf die Version 1.4. migriert. Dafür gibt es einen Eintrag in der DB-Liste "1.2.0/name_der_db". Kurioser Weise kann man diese DB dann aber nicht öffnen! Den Versuch quittiert CouchDB mit der Fehlermeldung:

"Error: illegal_database_name
Name: '101/eigene_caches'. Only lowercase characters (a-z), digits (0-9), and any of the characters _, $, (, ), +, -, and / are allowed. Must begin with a letter."


Aha -  da stellt sich doch die Frage, warum die DB dann so umbenannt wurde...

Also, wie an die Daten kommen? Gut, ich habe diverse Kopien der DB auf einem anderen Laptop und meinen beiden Android-Geräten, von daher kann ich ein wenig entspannt experimentieren. Ein simples Kopieren der Datenbank-Datei und zugehörigen Views in Datenverzeichnis funktioniert nicht, CouchDB erkennt die Daten nicht als DB-Dateien.

Die Replikation von MobileFuton 1.2 (=CouchDB für Android) funktioniert ohne Problem. Die Daten sind jetzt wieder da.

Fazit: wer auch CouchDB unter Ubuntu nutzt und das Upgrade von 13.04 auf 13.10 macht - stellt vorher sicher, dass ihr eine aktuelle Sicherung der Datenbank habt bzw. repliziert das Datenbank(en) vorher auf ein anderes Gerät.

In der Doku von CouchDB habe ich keine Hinweise zu diesem Verhalten gefunden. Lediglich im Bugtracker von Debian gibt es einen Bugreport, dass die "database migration should be automatic" sein sollte (Link zum Bugreport).

Wer ähnliche Probleme hatte oder eine andere Lösung hat kann dies gerne in den Kommentaren zu diesem Blogeintrag posten.