Montag, 12. August 2013

Die erste Jump-Ramp seit 20 Jahren

Früher, als ich noch viel Skateboard gefahren bin, habe ich mit meinen Mit-Skatern die ein oder andere Jumpramp und Quarterpipe selber gebaut. Der letzte Eigenbau ist aber jetzt auch schon ca. 20 Jahre her.

Aber wenn man Kinder hat, dann holt einen die Vergangenheit halt schon mal ein: Aufgrund des dringenden Wunsches meines größeren Sohnes haben wir eine kleine Jumpramp gebaut. Nichts kompliziertes, einfach nur gerade hoch, ohne Transition, ca. 23 cm hoch und 1 m lang.

Das Wissen, wie man so was baut, ist noch vorhanden, also los geht's. Die 16 mm Spanplatte für die Seitenteile hatten wir noch, drei Dachlatten und die 4 mm Buchensperrholzplatte für das Deckbrett haben wir gekauft. Unter Einsatz von Stichsäge, Akkuschrauber und einem Schwung Spax-Schrauben war die Rampe dann nach ca. 30 min fertig gebaut und in den Einsatz gebracht.

In Action sieht das dann so aus:

Stuntroller in Action

Skateboard in Action

Jetzt muss ich nur noch ein wenig üben, um auf mein Skateboard-Niveau von früher zu kommen... das könnte hart werden ;-)

Samstag, 29. Juni 2013

Mair 1 Festival - 28.6.2013

Wie jedes Jahr findet im Sommer auf dem Flugplatz in Montabaur das Mair 1 Festival (früher hieß es Mach 1) statt.

Das Lineup ist normalerweise eine Mischung aus Punkrock, Hardcore und Metalcore inkl. diverser Unterspielarten. Dieses Jahr war der Zeitplan so, dass freitags, 28.6.2013, alle Bands spielten, die ich gerne sehen wollte. Sehr praktisch, also wurde der Festivalbesuch für diesen Tag fest in den Kalender eingetragen.

Wie immer war das Parken gut organisiert. Danach noch eine Karte an der Tageskasse gekauft und ab Richtung Eingang.

Nach der obligatorischen Personenkontrolle spielten noch Deez Nuts für ca 15 min. Gefälliger Hardcore, für mich aber ohne Highlights oder besonderen Erinnerungswert.

Dann ging's nach links auf die kleiner Bühne, wo eigentlich H2O spielen sollte. Die kamen aber nicht, stattdessen spielten die mir bis dato unbekannten Bury Your Dead. Schleppender Hardcore mit schweren Stakkato-Riffs. Aber: extrem energiegeladen und mit Überzeugung vorgetragen. Eigentlich ziemlich gut, nur leider sprang der Funke nicht so richtig auf's Publikum über.

Danach kamen Boysetsfire auf der Hauptbühne. Von denen habe ich nur die allererste CD, alles spätere kenne ich nicht. Erster Eindruck: oh, der Sänger hat einen grauen Bart - hier sind also noch mehr "alte" Leute :-) . Die Show war dann wie erwartet Emo-Core, mal mehr mal weniger poppig. Auf jeden Fall gut anzuschauen, anzuhören und unterhaltsam. Leider war nur der Sound zwischendurch ein bisschen dünn und leise.
Boysetsfire
Weiter ging es dann mit der Band, wegen der das Mair1 dieses Jahr in erster Linie besucht wurde: H2O, einer meiner am meisten favorisierten Hardcore-Bands überhaupt. Dies war übrigens das erste Konzert auf der aktuellen Europa-Tour. Und was soll man sagen: Vollgas von der ersten bis zur letzten Sekunde und auch das Publikum war von Anfang bis Ende voll dabei. So geht eine gute Hardcore Show!
H2O
Darauf ging's gleich weiter mit NYHC: die legendären Sick of it All standen auf dem Plan. Gut, die habe ich schon zwei Mal hier auf dem Festival gesehen und auch sonst (früher) schon drei oder vier Mal. Aber: live wirklich immer wieder gut. Nun hat SOIA natürlich auch genug Hits, Routine und Bühnenpower im Gepäck, um eine komplette Show zu rocken. Und so ging es dann auch hier wieder gut zur Sache und das Publikum zog direkt mit. Zwar gab's heuer keinen Circlepit um den Mischerturm, aber beim vorletzten Lied "Scratch the surface" eine Wall of Death. Und beim letzten Lied "Step down" wurde von allen nochmal alles gegeben. Fazit zu SOIA: gut und unterhaltsam wie immer.

Sick of it All
Nach SOIA kam dann eine Pause, weil die "Zwischenband" wohl nicht da war - Stau auf der Autobahn... Irgendwann ging es dann doch los. Wie die Band hieß habe auch leider nicht mit bekommen. Macht nix, weil es überhaupt nicht mein Fall war. Irgendeine Mischung aus Deathmetal, Prog-Metal und Emocore. Und der Sänger hat zwischendurch ganz schlimm gegrunzt... Also lieber auf die letzte Band warten.

Den Abschluss machten NoFX. Die erste Platte von NoFX habe ich sicherlich vor über 20 Jahren gekauft - live gesehen habe ich diese kalifornische Punkrock Legende aber noch nie. Spannend also, was jetzt wohl kommt...
Und es war: lustig und unterhaltsam. Als erstes kam Fat Mike (Sänger & Bassist) auf die Bühne, schaute sich um und frage, wo denn der Rest seiner Band sei. Na ja, wenn diese nicht kämen würde er halt eine Stunden lang reden. Als dann alle da waren ging's los. Songs hat NoFX ja genug im Gepäck und es wurde eine gelungene Mischung aus alten, neuen, langsamen und schnellen Liedern gespielt. Zwischendurch immer wieder ein bisschen lustiges Erzählen und Interaktion mit dem Publikum. Und durchweg hervorragend gemacht. Und außerdem hatte NoFX den besten Sound von allen Auftritten.

Gegen Mitternacht war dann Schluss - ein sehr gelungener Festvialabend.

Noch ein Wort zum Festival an sich: wie die Jahre zuvor auch war alles top organisiert.  Zügige Personenkontrolle am Einlass, viel Platz innen, ordentliche sanitäre Anlagen, genug Verpflegungsstände ohne lange Schlangen. So macht das ganze auch außerhalb der Musik Spaß.


Freitag, 26. April 2013

Raring Ringtail - der erste Kontakt

Gestern, am 25.4.2013, ist wie geplant die neue Ubuntu Version 13.04 mit dem Namen "Raring Ringtail" erschienen.

Heute habe ich dann meinen privaten Laptop upgegraded (der Laptop, den ich auch beruflich nutzte, läuft immer "nur" auf LTS-Versionen). Das Upgrade über die graphische Paketverwaltung lief völlig problemlos durch, keine Probleme hier.

Nach dem ersten Start präsentiert sich Raring Ringtail erst Mal unspektakulär, keine großen optischen Änderungen - aber eine Reihe von kleinen. Nautilus heißt jetzt "Dateien" und hat ein neues Icon im Starter. Ubuntu One hat ein eigenes Icon (natürlich eine Wolke) in der Indicator-Liste. Aus Rhythmbox, dem Standardaudioplayer von Ubuntu, wurde jetzt nach Amazon auch der Ubuntu One Shop entfernt. Dieser ist via Ubuntu One aber natürlich noch verfügbar.

Diverse Programme wurden aktualisiert, aber - ebenso wie die Optik - alles unspektakulär. Jedenfalls das, was ich bis jetzt gesehen habe.

Mit einer Ausnahme: Nautilus. Hier gab es im Vorfeld wohl diverse Diskussionen bei Canonical, ob man in Ubuntu 13.04 die aktuelle Version von Nautilus 3.6.x einbauen soll, oder bei 3.4.x, welche in Ubuntu 12.10 enthalten ist, bleiben soll. Grund: Die Entwickler von Nautilus haben mit der Version 3.6 den Funktionsumfang deutlich reduziert.

Erster Eindruck, nach 10 min probieren und geklicke in "Dateien": ganz übel, im Sinne von übler Rückschritt! Jetzt habe ich Nautilus mit Sicherheit nicht bis in letzte ausgenutzt, aber es selbst für mich auffällig, dass hier an einigen Stellen stark gekürzt wurde.
Am "schlimmsten" finde ich, dass die Zwei-Spalten Ansicht komplett entfallen ist. Das macht das Hin- und Her-Kopieren von Dateien zwischen zwei Verzeichnissen oder Laufwerken unnötig aufwendig. Entweder muss man wieder mit Copy&Paste arbeiten oder mit zwei Fenstern von Nautilus.
Weiterhin wurden die Menüs ziemlich drastisch reduziert. Es gibt nur noch ein Menü mit den wichtigsten Punkten ("mit Server verbinden", "Orte eingeben", "Lesezeichen" und "Einstellungen"), alles andere ist nur noch via Rechtsklick aufrufbar.
Auch wenn ich bisher Ubuntu quasi nur in der out-of-the-box Installation genutzt habe muss ich mal schauen, ob mittelfristig bei mir nicht doch ein anderer Dateimanager Einzug halten wird...

"Lohnt" sich jetzt das Update auf Raring? Sagen wir so: Es gibt zwar keinen entscheidenden Grund, von Quantal auf Raring upzugraden - aber auch sicherlich keinen, es nicht zu tun. Zumal Ubuntu ja auch immer nur das Upgrade auf die unmittelbar folgende Version zulässt (und von LTS auf LTS),  so dass man für ein späteres Upgrade auf Saucy so wie so Raring installiert haben muss.

Ach ja: Der Support für Raring endet nach nur noch 9 Monaten, also Ende Januar 2014 - vor dem nächsten LTS-Release. Wer also auf Raring aktualisiert wird um ein späteres Upgrade auf Saucy nicht umhinkommen, sofern er nicht drei Monate ohne Support auskommen will.




Samstag, 16. Februar 2013

Ubuntu bootet nicht mehr nach Einsatz von Knoppix vom USB-Stick?!?

Eine Geschichte aus dem wahren Leben, soeben erlebt: Ich habe die Knoppix-Version auf meinem Live USB-Stick aktualisiert. Den brauche ich zwar quasi nie, aber besser einen bereit haben. Also Knoppix 7.0.5 als ISO-Image heruntergeladen, Unetbootin aus den Quellen installiert und damit auf den Stick gespielt.

Der 1. Test: Knoppix bleibt ziemlich zu Beginn hängen ("unpacking kernel" oder so). Gut, nicht schlimm, Fehlersuche kann ich die Tage machen. Beim Reboot von Ubuntu startet GRUB2 normal - nur bliebt Ubuntu (12.10) auch direkt zu Beginn des Bootens hängen. Die letzte Bootmeldung war was mit "ACPI" nach ca. 0,2 s Bootzeit. Hm... Bis dahin sind alle *buntus auf dem Rechner immer sauber gestartet. Beim Booten von Ubuntu mit dem Bootparameter acpi=off startet und läuft das System dann ohne Probleme. Auch wenn ich keinen direkten Zusammenhang gesehen habe, hatte ich Unetbootin und die installierten Abhängigkeiten im Verdacht. Also alles via apt-get purge ... von der Platte gebannt und neu gestartet. Funktioniert, auch ohne Boot-Parameter. So weit, so gut.

Dann noch Mal rein Interesse halber Knoppix vom Stick gestartet. Bleibt immer noch hängen. Egal, Ubuntu wieder gestartet und: GRUB-Menü kommt, aber Ubuntu startet nicht. Gleiches Fehlerbild wie beschrieben. Und mit acpi=off funktioniert es (wieder).

Und um das ganze noch seltsamer zu machen: Beim nächsten Reboot (also nach einem mit dem acpi Bootparameter) startet Ubuntu auch wieder normal.

Wie gesagt: ich habe keine Ahnung, was da passiert und wo die Zusammenhänge sind. An Knoppix an sich kann es eigentlich nicht liegen, weil außer, dass das Bootmenü vom Stick geladen wird, macht Knoppix eigentlich nichts. Und an Ubuntu an sich habe ich auch nichts gemacht, außer gebootet, eingeloggt und dann wieder gebootet.

Wer also eine Idee oder Erklärung dafür hat darf diese gerne in den Kommentaren Kund tun :-)

Update 16.2.: Ubuntu bootet doch nicht ohne Probleme. Mal funktioniert es ohne Bootparameter, mal nicht. Habe jetzt acpi=off fest hinterlegt. Dafür fährt das System jetzt zwar sauber runter, aber der Rechner schaltet sich nicht ab..

Update 24.2.: Geht wieder... Nachdem ich das Bios auf die Default-Werte zurück gesetzt habe funktioniert wieder alles. Wobei ich vorher jahrelang nichts im Bios umgestellt habe... Was mich jetzt noch interessieren würde: Woran lag's? Werde ich wahrscheinlich nie herausfinden...
 

Samstag, 26. Januar 2013

Hatebreed "The Divinity of Purpose" - Rezension

Am 25.1.2013 ist das neue Album von Hatebreed erschienen. Dieses trägt den Titel "The Divinity of Purpose". Hatebreed gehört ja bekanntlich zu den bekannteren (und erfolgreicheren) Metalcore / metalllastigen Hardcore Bands.

Nachdem der letzte Release schon knapp vier Jahre her ist, wurde es auch Zeit für ein neues Album. Im Vorfeld wurde das Album schon ziemlich gelobt, so war es z.B. im Metal Hammer das "Album der Woche". Entsprechend gibt es da zum Release eine gewisse Erwartungserhaltung...

Nach ein paar Mal hören muss ich sagen: Nicht schlecht bzw. ganz gut, aber nicht der Oberhammer. Oder anders gesagt: Nach meiner Meinung und meinem Geschmack gibt es bessere Alben von Hatebreed (wie z.B. das 2009 erschienenen "Hatebreed" und das 2006 veröffentlichte "Supremacy").

Die beiden letztgenannten Alben (und auch die davor) überzeugen durch präzise Stakko-Riffs und einem sehr tightem Zusammenspiel von Drums, Bass und Gitarre. "The Divinity of Purpose" hat diese Elemente zwar auch noch, geht aber viel mehr richtigen (klassischem) Hardcore mit Hatebreed Sound. Also etwas weniger Metal als bisher. Was ja eigentlich nichts schlechtes ist bzw. durchaus gut sein könnte. Aber irgendwie fehlt Hatebreed auf der Platte der Druck und die "Durchschlagskraft" der Vorgängeralben. Sowohl, was die Musik angeht, also auch beim Gesang.

Fazit: "The Divinity of Purpose" ist ein gutes Album, was sich über die Spieldauer von 34 Minuten ganz gut hören lässt. Aber: es ist nach meinem Geschmack nicht das Highlight der Diskographie von Hatebreed - da gab es schon bessere Alben.

Montag, 21. Januar 2013

Das 1. Softwareprojekt: ein paar Erfahrungen

Anfang Dezember 2012 habe ich mich dazu entschieden, mein erstes Softwareprojekt zu starten, welches ich der Öffentlichkeit zugänglich mache. Zwar habe ich vorher schon ein paar "mittelgroße" Sachen programmiert, das sind aber alles Webapplikation, welche im Intranet der Firma laufen und das Arbeitsleben für meine Kollegen und mich vereinfachen.

Das neue Projekt Namens "pygcstats" ist zwar öffentlich, ist aber nur nützlich für Leute, welche Geocaching betreiben, bei geocaching.com registriert sind und dort einen Premium-Account haben (sonst kommt man nicht an die Daten, die pygcstats auswertet). Gut, das sind weltweit geschätzt ca. immer noch 3 - 3,5 Millionen potentielle Nutzer... Programmiersprache der Wahl ist wie immer bei mir Python.

Aber um das Programm an sich geht es gar nicht, sondern eher, was ich bis jetzt bei dem Projekt generell gelernt habe:
  • Nutze ein Versionskontrollsystem: Zu Beginn habe ich noch ohne programmiert, aber spätestens dann, wenn man veröffentlichen will und ggf. zusätzlich zum Release einen Entwicklungszweig hat, kommt man nicht ohne aus. Und auch wenn moderne VCS nicht wirklich schwer zu verstehen braucht es ein bisschen Einarbeitungszeit. Besonders dann, wenn man zum ersten Mal einen Branch erstellen, nutzen und veröffentlichen will. In meinem Fall bestand das "learning by doing" zum Glück "nur" aus einem falsch ausgeführten Push ins Repositry auf Launchpad. Der ließ sich aber problemlos rückgängig machen.
  • Beschäftige dich mit der Plattform, die den Code hostet: Wie weiter oben bereits erwähnt nutze ich Launchpad als Plattform und Bazaar als VCS. Aus zwei ziemlich platten Gründen: Zum einem, weil ich eh' einen Account bei launchpad.net habe, zum anderen, weil ich die Doku im Wiki bei ubuntuusers.de zu Bazaar ziemlich kompakt und gut verständlich finde. Was auch schön ist: bei Launchpad kann man ziemlich viel über die Weboberfläche konfigurieren. Aber: auch das kostet Zeit, besonders am Anfang, wenn man noch nicht weiß, wo was ist. Inzwischen geht alles ganz flüssig.
  • Doku schreiben kostet Zeit: gute Software mit schlechter Doku (oder keiner Doku) ist keine gute Software. Von daher habe ich von Anfang an Wert auf Doku gelegt. Sowohl in Form von Anleitungen für die Nutzer als auch in Form von Docstrings im Quelltext. Einen großen Teil der Nutzerdoku habe ich erst in Englisch und dann noch in Deutsch geschrieben. Ich habe zwar nicht die Zeit genau gemessen, aber ich würde schätzen, dass mindestens 1/3 der Gesamtarbeitszeit des Projekts bis jetzt für Dokumentation aufgewendet wurde.
  • Halte dich von Anfang an an die PEP8: Die PEP8 ist der allgemein akzeptierte Code Style Guide für Python. Dieser war mir zwar geläufig, aber nicht in allen Details. Na ja, jedenfalls waren die ersten Ausgaben des PEP8 Checkers für meinen Code ziemlich lang, was die Fehler anging. Der größte Teil waren Leerzeichen in Leerzeilen oder am Zeilenende. Nicht tragisch, aber trotzdem kostet es Zeit, diese alle zu eliminieren. Also lieber direkt beim coden darauf achten direkt löschen bzw. erst gar keine "entstehen" lassen.
Rückblickend würde ich zwar nicht sagen, dass ich etwas wirklich falsch gemacht habe, aber man hätte Sachen besser machen können. In erster Linie wäre das, sich vorab mit der Plattform und dem VCS seiner Wahl zu beschäftigen. Dann hat man im laufenden Projekt mehr Zeit, auf die Programmierung und das Testen zu fokusieren.
Und, der Tipp / Hinweis an alle: unterschätzt nicht den Zeitaufwand, den eine gute / ausführliche Doku braucht.

Ach ja: den ersten "öffentlichen" Release der Software gab's übrigens vor ein paar Tagen.

Bad Religion "True North" - Rezension

Am 18.1.2013 ist das neue Album von Bad Religion Namens "True  North" erscheinen. Das 16. Studioalbum seit der Gründung im Jahre 1980.

Gut, bei so vielen Alben nach so vielen Jahren und nach wie vor dem Punkrock treu muss Bad Religion sich und anderen sicherlich nichts mehr beweisen. Zumal die Band  auch trotz kommerziellem Erfolg nach wie vor von der "Szene" akzeptiert wird.

Das neue Album ist sehr gut - keine Frage. Nach ein paar Sekunden hören ist klar: das ist Bad Religion. Stilistisch wie eh' und je, aber an keiner Stelle langweilig oder altbacken. Alle Songs klingen frisch und neu, ohne auch nur eine Sekunden von der bewährten Bad Religion Route abzuweichen oder gar in irgendeiner Form experimentell zu werden.

Musikalisch liegt True North auf einer Linie mit dem letzten Release "The Dissent of Men" und ist auch näher an den Platten von 1988 - 1990 als an den der "Brett Gurewitz freien Zeit". Wie gesagt: alles gut, keine Ausfälle. So muss das sein.

Textlich ist die Platte natürlich auch auf dem gewohnten (und erwarteten Niveau): Bad Religion hat etwas zu sagen, Plattitüden oder Klischees gibt's hier nicht.

Das Fazit ist hier einfach: Wer gerne Punkrock hört, der braucht auch "True North" von Bad Religion.

Freitag, 21. Dezember 2012

xLooking Forwardx "The Path We Tread" - Rezension

Hardcore Bands gibt es viele. Solche, die mir richtig gut gefallen nicht so viele.

Auf xLooking Forwardx bin ich zufällig gestoßen, beim Stöbern auf revhq. Wenn ich mich richtig erinnere durch einen Querverweis von einer Seite zu Good Clean Fun.

Nach dem Probehören auf Amazon habe ich mir dann das Album "The Path we Tread" von xLooking Forwardx" dort gekauft. Und ich muss sagen: Sehr gut!

xLooking Forwardx ist eine sehr gelungene Mischung aus klassischem Hardcore und "modernem", druckvollen Sound. Das Tempo ist überwiegend im "normalen" Hardcorebereich (was manche wohl als "schnell" bezeichnen), mit ein paar eingestreuten Mid-Tempo Breakdowns. Das ganze ist 29 min bzw. 19 Songs lang.

Ansonsten ist die Platte ziemlich schnörkeslos: keine Soli, keine ausufernden Intros, kaum Crew-Vocals. Einfach Hardcore mit relativ viel Gesang. Und vor allem: energie-geladen! Aber auch hier: einfach nur Energie, frei von Aggression usw.

Wer Bands wie Good Clean Fun oder auch die aktuelle Pennywise mag, der sollte mal ein Ohr auf xLooking Forwardx werfen. Auch, wenn die Platte schon aus dem Jahr 2005 stammt.

Eine kleine, interessanten Randnotiz noch zum Schluss: Die deutsche Wikipedia hat eine Seite zu xLooking Forwardx - das Englische Wikipedia nicht. Normal ist es eher andersherum. Zumal die Band aus den USA stammt.

Das ist es wieder... Synaptic

Ich habe in der Vergangenheit schon mehrfach erwähnt, dass das Software-Center und ich nicht die besten Freunde sind. Seit ein paar Tagen ist es auch wieder soweit: Synaptic ist zurück auf dem System.

Der Grund war gar nicht unbedingt, dass ich mit Synaptic besser Software nachinstallieren kann (macht ich so oder so kaum), sondern das man mit Synaptic viel besser und umfangreicher Infos zu den Paketen bekommt.

Für den Wikiartikel zu den Unity Lenses braucht ich ein paar Infos, die in der Paketbeschreibung drin sind. Im Software-Center habe ich diese nur teilweise gefunden. Unter Synaptic war alles schön übersichtlich aufbereitet.

Klar, man kann auch im Terminal ein "apt-cache show PAKETNAME" eingegeben und bekommt die Info auch. Aber gerade wenn man Infos zu mehreren Paketen braucht ist die kombinierte tabellarischen und Reiter-Darstellung von Synaptic übersichtlicher und kompakter.

Zur Ehrenrettung des Software-Centers muss man vielleicht noch dazu sagen, dass das Software-Center (bewußt?) nicht für diese technischen Dinge konzipiert ist. Es ist wohl eher für die einfache Installation von Software (sowohl aus den Quellen als kommerziell) ausgelegt und von Konzept und Bedienung an die gängigen App-Stores für Smartphones und Tablets angelehnt.

Na ja, jedenfalls ist nach Synaptic dann wieder zurück gekehrt. Und das nach nur ca. 8 Wochen Abwesenheit (vor 8 Wochen habe ich den letzten Rechner von mir mit GUI von 10.04 LTS aus 12.04 LTS aktualisiert).

Sonntag, 16. Dezember 2012

Tschüß Y! Mail - Welcome K-9!

Ich habe schon seit gefühlt ewiger Zeit ein Mail-Konto bei Yahoo. Und der Rest der Familie auch. Daher war es auch naheliegend, Yahoo! Mail für Android auf dem Samsung Galaxy Tab zu installieren, als wir dieses vor ein paar Monaten neu gekauft hatten.

Die bisherige Version war zwar nicht wirklich ein Glanzstück an Usability und Optik, aber war brauchbar und lief stabil.

Vor ein paar Tagen hat Yahoo die Webmail-Oberfläche aktualisiert (was IMHO gut gelungen ist, aber das ist ein anderes Thema) und mehr oder minder zeitgleich Y! Mail for Android runderneuert. Die Optik ist in der Tat besser (und einheitlich mit der Weboberfläche) und die Benutzbarkeit (ebenfalls quasi identisch mit der Weboberfläche) ist auch besser, ABER: die Version ist instabil wie sonst was.

Schlecht war schon, dass ich drei von fünf Konten erst Mal neu einrichten musste, weil die Datenübernahme aus der alten Version nicht funktioniert hat. Gut, dass macht man 1x, wäre als verschmerzbar gewesen. Wirklich schlimm war aber, dass das Prog bei jedem (!) Löschen einer Mail - egal ob Eingang, Ausgang oder Spam-Ordner - mit einer perfekten Zuverlässigkeit abgestürzt ist. Da das Löschen einer Mail nun mal eine Operation ist, die oft durchgeführt wird, hat sich das Programm damit als unbrauchbar deklassiert. Hier besteht dringendster Nachbesserungsbedarf seitens Yahoo. Na ja, besser wäre vielleicht, wenn Yahoo diese Version erst gar nicht veröffentlicht hätte...

Ich habe dann den "Tipp" bekommen, mal K-9 Mail zu probieren. Habe ich auch. Fazit nach 3 Tagen Nutzung: viel besser. Erst Mal ist es stabil (was ja eigentlich Grundvoraussetzung sein sollte), der Umgang mit mehreren Konten ist ganz gut gelöst, die Funktionalität ist sehr gut - alles drin, alles dran. Nur die Optik ist ein wenig... na ja, lahm. Aber da es uns ja nur um die Funktion geht ;-) kann man damit ganz gut leben.

Yahoo! Mail for Android hat dann damit erst Mal ausgedient.