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Donnerstag, 4. Oktober 2012

Grafikformate online konvertieren

Aktuell hatte ich das "Problem", dass ich eine .jpg Datei nur mit einer Größe von 100x100 Pixeln bei 100 DPI hatte, sie jetzt aber größer brauchte. Wie das so ist war das Original, aus dem die kleine Datei generiert wurde, nicht mehr zu finden...

Das Bild in der Datei ist simpel: weißer Hintergrund, darauf mit schwarz und ein paar Graustufen ein Umriss gezeichnet.

Mein Plan: zuerst in eine .svg Datei konvertieren - die ist dann skalierbar - und dann wieder zurück in ein Pixel-Format.

Mit GIMP geht das nicht - jedenfalls kann GIMP aus den Quellen unter Ubuntu 12.04 kein .svg speichern. Was installieren wollte ich nicht, zumal ich dann erst mal hätte lesen müssen, welches Prog das kann. Also flux Tante Google befragt und zur Webseite http://image.online-convert.com/ gelangt. Dort kann man ziemlich viel Formate - nicht nur Grafiken - konvertieren. Online & kostenlos.

Und: hat gut funktioniert! Bei der Konvertierung von JPG -> SVG gibt's diverse Optionen wie Anzahl der Farben, Kantenglättung usw. Beim Wandeln von SVG in ein Pixelformat kann man die Zielgröße, Auflösung in DPI und ein paar andere Sachen einstellen. Alles sehr schön und einfach zu bedienen. Und nach ein paar Sekunden bekommt man das konvertierte Bild zum Download.

Wer ab und an ein Datei konvertieren muss, für den ist die Seite sicherlich ein heißer Tipp!

Montag, 1. Oktober 2012

Wieder den Audioplayer wechseln - Dank Amazon?

Im April diesen Jahres hatte ich hier im Blog geschrieben, dass ich aufgrund diverser Enttäuschungen mit Rhythmbox wieder zu Banshee gewechselt bin (Link zum Artikel). Nun, es steht vielleicht wieder ein Wechsel an. Wobei ich das eigentlich gar nicht will - ich mag eher Systeme, die out-of-the-box laufen.

Banshee an sich kann noch nicht mal was dafür, dass ich wechsele. Banshee an sich ist ok - macht das, was es soll. Der Grund ist  vielmehr, dass Amazon den MP3-Shop geändert hat, so dass der Download via Banshee Plugin nicht mehr funktioniert.

Bis Ende September hat das so funktioniert: Das Plugin in der Menüleiste links wählen, gewünschtes Album / Lied / ... suchen und kaufen. Dann startet der Download und die Titel sind in der Bibliothek. Schön einfach. Seit der Umstellung funktioniert das alles auch bis nach dem Kauf. Dann passiert... nix. Neu ist der Hinweis auf den "Amazon Cloud Player". Wenn man den Download dort aus Banshee heraus starten will erhält man ein lapidares Hinweisfenster, dass das Herunterladen von mehreren Dateien unter Linux nicht mehr unterstützt wird. Wohlgemerkt, nachdem man den Kauf getätigt hat. Warum der Hinweis erst dann kommt ist im Moment das Geheimnis von Amazon. Frech ist das aber schon.

Gut, die Dateien - und das Geld - sind natürlich nicht weg. Wenn man via Browser auf die Amazon-Seite geht, sich einloggt und dann den Cloud Player ansteuert, kann man die Dateien herunterladen. Aber nur einzeln. Es ist wie ein "normaler" Dateidownload. Null Integration in den Audioplayer, bzw. Banshee. Alternative Workarounds findet man auch in diesem Thread im Forum von ubuntuusers.de .

Klar ist eine Alternative zu Amazon das Ubuntu One Store. Nur: Das hat (keine mir bekannte) Integration in Banshee unter Ubuntu 12.04. Und ist nun mal schlechter bestückt als Amazon.

Also, was tun? Wieder CDs kaufen? Dauerhaft keine echte Alternative ;-) Im Moment sieht es wohl eher so aus: Rhythmbox für Einkäufe im Ubuntu One Store, Amazon "wie früher" über den Browser - und was als Audioplayer? Ein heißer Kandidat ist Quod Libet.  Nutze ich auch unter Windows (wenn ich's mal benutze) und meiner "mal schnell was Testen" Installation von Ubuntu 12.04. Oder vielleicht funktioniert Rhytmbox unter Quantal wieder ootb so, wie es funktionieren soll...

Mittwoch, 6. Juni 2012

Ubuntu Softwarecenter und die Suchfunktion

Das die Suchfunktion für Programme (und Paketen) im Softwarecenter von Ubuntu "bescheiden" ist, habe ich schon öfters in Blogeinträgen erwähnt.

Nun, ich möchte mich korrigieren: Die Suchfunktion ist schlecht. Schlecht in sofern, dass die Treffer für Suchbegriffe Ergebnisse liefern, welche schlichtweg nicht die Pakete bzw. Programme enthalten, die man eigentlich erwartet oder erwarten würde.

Dazu ein aktuelles Beispiel aus jüngster Erfahrung: Ich wollte unter Ubuntu 12.04 Precise Prolog installieren (nein, ich kann kein Prolog, ich wollte lediglich ein Prolog-Programm testen, welches ich in einem Buch gesehen hatte). Gibt man nun im Softwarecenter den Suchbegriff "Prolog" ein, erhält man zwei Treffer: Einen Editor namens "jedit" und für ein 2D-Zeichenprogramm namens "TGif" (was immer das mit Prolog zu tun hat...). Weit und breit kein Prolog-Compiler zu sehen... Gut, es könnte natürlich sein, dass es kein Prolog für Precise gibt, was aber aufgrund der Paketvielfalt unter Ubuntu relativ unwahrscheinlich ist. Außerdem ist Prolog ein etablierte Programmiersprache und sollte von daher vorhanden sein.

Nun ist mein Wissen um Prolog relativ klein. Ich weiß, dass es verschiedene Prolog-Compiler gibt, mehr aber nicht. Also habe ich die Paketsuche von packages.ubuntu.com besucht und hier auch den Suchbegriff "Prolog" eingeben. Erster Treffer: Das Paket "gprolog", welches den GNU Prolog Compiler enthält. Gibt man den Suchbegriff in Synaptic ein, findet man neben gprolog auch noch einen anderen Prolog-Compiler. Gibt man übrigens "GNU Prolog" als Suchbegriff im Softwarecenter ein, dann findet es auch den gleichnamige Compiler - was aber im Umkehrschluss für eine erfolgreiche Suche voraussetzt, dass der Suchende weiß, dass es GNU Prolog gibt.

Aber warum klappt das mit der Suche denn nicht im Softwarecenter? Ich habe ja überhaupt kein Problem damit, dass Canonical das Softwarecenter auch als Vertriebsplattform für kommerzielle Software und ähnliches nutzt und die Startansicht des Softwarecenters Werbung dafür enthält. Nur: Solange hier keine brauchbaren Ergebnisse für (triviale) Suchanfragen nach "normalen" Programmen geliefert werden, ist das Softwarecenter für mich kein vernünftiger Ersatz für andere grafische Paketmanager wie Synaptic & Co.

Sonntag, 27. November 2011

Software-Center, Fortschritt, Suchen, Löschen

In einem früheren Blogeintrag hatte ich bereits erwähnt, dass zwischen dem Software-Center und mir keine Liebe auf den ersten Blick entflammte, aber die Beziehung dennoch solide ist.

Jetzt, also ca. 6 Wochen später, finde ich das Software-Center immer noch ok. Aber mehr auch nicht. Es gibt ein paar Sachen, die mich doch stören, die drei "größten" Störungen sind:


Fortschritt - Was mich eigentlich am meisten stört, ist die Fortschrittanzeige. Also nicht, dass es eine gibt, sondern dass man eigentlich gar nichts sieht. "Gar nichts" bezogen darauf, was im Hintergrund läuft. Also ob noch der Download erfolgt, ob installiert wird oder was auch immer. Es mag vielleicht nicht essentiell wichtig sein, aber ich weiß halt nun mal gerne, was da gerade läuft. So wie die Aktualisierungsverwaltung oder Synaptic es halt auch darstellen.


Suchen - Was ich weiterhin nicht sooo prall finde ist die Suche. Also ich habe bis jetzt zwar alles gefunden, aber ich finde es störend, dass nicht alle Treffer zum bisher eingetippten Suchbegriff angezeigt werden. Richtig aufgefallen ist mir das letzthin, als ich ein Totem-Plugin gesucht habe. Tipp man bis "totem-p", wird nur das Totem-ARTE-Plugin gezeigt (ist das wirklich so wichtig ;-) ?). Wenn man "totem-plugins" getippt hat, wird das Paket "totem-plugins" gezeigt und ab "totem-plugins-" (also ein - mehr) die Pakete "totem-plugins-dvb-daemon" und "totem-plugins-extras". Eine tiefere Logik ist da in meinen Augen echt nicht zu erkennen...

Löschen - Aus dem Software-Center heraus kann man nur "normal" Pakete entfernen. Die Option "purge" (also das restlose entfernen inklusive Konfigurations-Dateien) gibt es nicht. Das mag vielleicht auch nicht essentiell wichtig sein, stört mich aber. Ab und an installiere ich mal ein Programm aus Neugier oder auch zum Testen eines Wiki-Artikels. In den meisten Fälle brauche ich die Softeware dann aber nicht mehr bzw. doch nicht, also soll sie auch restlos von der Platte. Geht aber via Software-Center nicht.

Ich bin zwar noch nicht so weit, dass ich Synaptic wieder installierte, aber ich benutzte öfter apt-get als früher. Das hilft mir zwar bei der Suche auch nicht, aber kann wenigsten vollständig Löschen und zeigt den Fortschritt vernünftig an.

Mal sehen, was die künftigen Versionen des Software-Center so mit bringen. Aktuell mag es ja für Einsteiger komfortabel(er) sein, aber für fortgeschrittenen Nutzer ist es in meinen Augen "zu dünn".

Dienstag, 20. September 2011

Easytag - ein Tagger für Audiodateien

EasyTAG ist wahrscheinlich einer der populäreren Editoren für Tags von Audio-Dateien. Dabei kann Easytag nicht nur mit MP3-Dateien umgehen, sondern auch mit diversen anderen Formaten, u.a. OGG Vorbis, Flac, MP4/AAC und ein paar weitere.

Eine ganz gute Einführung in EasyTAg gibt's im Wiki von ubuntuusers.de im Artikel zu EasyTag.

Screenshot des Hauptfensters

Viele der aktuelle Audioplayer können zwar auch Audiodateien Taggen, aber zumeist nicht so komfortable wie EasyTAG. Hier kann man nämlich mit wenigen Klicks ganz einfach die Daten für mehrere Dateien auf einmal setzen. Sehr praktisch, wenn man z.B. für viele Dateien gleichzeitig das Feld "Genre" ändern will.

Des weiteren hat EasyTAG den "Maskeneditor" an Bord. Dies ist ein sehr mächtiges Werkzeug, mit dessen Hilfe man in einem Rutsch aus Tags Dateinamen kreieren kann und auch umgekehrt, also mit Hilfe des Dateinamens Tags befüllen. Wie gesagt, der Maskeneditor ist recht mächtig - und wenn man nicht aufpasst kann man sich auch sehr schnell die Tags oder Dateinamen durcheinander bringen. Habe ich selber schon erfolgreich praktiziert...

Letztendlich ist es aber alles recht einfach, wenn man ein paar Punkte beachtet. Der Maskeneditor arbeitet mit Platzhaltern, welche den Dateinamen darstellen, der Generiert wird bzw. aus dem die Tags generiert werden.

Maskeneditor von EasyTAG
Wie im Screenshot zu sehen, wird hier ein neuer Dateiname basierend auf den Tags generiert. Sollten die erklärende Hilfe nicht angezeigt werden, so muss man auf das Fragezeichen klicken. Die Auswahl für das Füllen von Tags basierend auf dem Dateinamen funktioniert genau so, nur dass man dann im Auswahlfeld "Scanner" den Punkt "Fülle Tag" auswählen muss.

Wie gesagt kann man das auch für mehrere Dateien auf einmal machen. Dazu muss man lediglich im Hauptfenster von EasyTAG alle gewünschten Dateien markieren und dann den Maskeneditor öffnen.

Besonders beim Füllen von Tags sollte man tunlichst das Schema der Platzhalter 2x prüfen, bevor man die Tags schreibt. Dabei ist es auch wichtig, die Leerzeichen zu beachten!

Hat man jedenfalls das Schema festgelegt, so klickt man einmal auf die Schaltfläche, auf der im Screenshot der Mauszeiger steht. Dann werden die neuen Dateinamen generiert bzw. die Tags gefüllt -  aber noch nicht geschrieben (noch ist also nichts zu spät...). Zum endgültigen Schreiben muss man noch im Hauptfenster auf den "Speichern" Button klicken.

Fazit: EasyTAG ist ein leistungsfähiger Tagger für Audiodateien, welcher auch auch mehrere Dateien auf einmal bearbeiten kann. Lässt man bei dem Umgang mit dem Maskeneditor ein wenig Ruhe und Vorsicht walten, so ist auch das komfortable Neubenennen von Dateien oder das Füllen von Tags kein Problem.

Ach ja, ein paar Nachteile seien auch noch erwähnt: die Weiterentwicklung des Programms ist seit einiger Zeit ziemlich langsam. Und die Optik ist ein wenig altbacken...